Leea (Leea rubra)

Standort, Pflege, Vermehrung und Krankheiten: Wissenswertes und praktische Tipps.
Leea

Pflanzenfamilie

Leeaceae (Leeagewächse)

Allgemein

Sie gehört zu den Neuheiten auf der Fensterbank, die man erst seit wenigen Jahren in den Blumengeschäften sieht. Ganz pflegeleicht ist die Leea leider nicht. Ein bisschen Fingerspitzengefühl gehört schon dazu, um ihr ein langes Leben zu garantieren. Vor allem eine hohe Luftfeuchte muss sein. Ihre hübschen Blättchen sind glänzend und an den Rändern gewellt. Zwar zählt die Leea zu den Blattpflanzen, mit etwas Glück aber kann sie auch im Zimmer blühen, mit winzigen, rosaroten Blütentrauben. Mit noch mehr Glück bilden sich anschließend rote Beerenfrüchte. Diese können Sie ernten und daraus den Samen für die Anzucht der nächsten Leea-Generation entnehmen.

Arten

Drei verschiedene Leea-Arten kennt man inzwischen: Leea amabilis aus Borneo, Leea rubra, auch als L. coccinea bekannt, aus Java und Leea sambucina, eine im Zimmer seltene Art, die in Indien und Indochina, auf den Philippinen und dem Malaiischen Archipel zu Hause ist. In der Pflege unterscheiden sich die Arten nicht.

Standort

Als Tropenkind fällt der Leea die Umstellung aufs Wohnzimmerklima schwer. Der ideale Platz wäre für die Pflanze ein warmes Gewächshaus. Im Zimmer müssen Sie ebenfalls für viel Wärme, für leichten Schatten und eine hohe Luftfeuchtigkeit sorgen. Wenn Sie nachts die Heizung drosseln, kann es der Pflanze schon zu kalt werden; unter 16 Grad darf die Temperatur auf keinen Fall sinken. Was den Schattenplatz betrifft, so ist er hauptsächlich im Sommer wichtig. Im Winter, wenn die Lichtintensität nachlässt, sollten Sie die Pflanze ruhig an ein helles Fenster rücken. Zur Erhöhung der Luftfeuchtigkeit bieten sich mehrere Methoden an: ein elektrischer Luftbefeuchter, Einbetten in feuchten Blähton oder eine mit Kies und Wasser gefüllte Unterschale.

Pflege

Im Gegensatz zu den Standortproblemen ist die Pflege der Leea nicht kompliziert. Sie müssen dafür sorgen, dass die Erde stets gleichmäßig feucht ist, müssen Staunässe als auch Ballentrockenheit vermeiden. Gedüngt wird im Frühjahr und Sommer wöchentlich. Umtopfzeit ist das Frühjahr. Setzen Sie die Pflanze in einen nicht zu kleinen Topf, füllen Sie zuunterst eine Drainageschicht ein, darüber eine torfhaltige Erde. Wer will, kann die Wuchsform der Pflanze durch Schnitt im Frühjahr beeinflussen.

Vermehrung

Die Aussaat ist einfach: Die Samen keimen bei Temperaturen von 20-25 Grad. Sie können aber auch Stecklinge schneiden oder, besser noch, mit einem Stückchen Rinde vom Stengel abreißen. Am besten bewurzeln sich diese in einem warmen Vermehrungskasten.

Krankheiten und Schädlinge

Bekommen die Blätter im Sommer plötzlich scharf begrenzte, braune Flecken, kann es Sonnenbrand sein. Bei Temperaturschwankungen oder an einem zu kalten Platz fallen die Blätter. Werden die Blattspitzen braun, ist die Luft zu trocken. Sehr empfindlich ist die Pflanze gegen stauende Nässe im Topf. Sorgen Sie deshalb für eine gute Drainageschicht unter der Erde.

Extratipp

Nach einem Umtopfen sollten Sie die Leea gründlich angießen, dann aber einige Zeit relativ trocken halten, bis sie in der neuen Erde verwurzelt ist.

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