Leuchterblume

Leuchterblume (Ceropegia woodii): Tipps, Tricks und Alles über Pflege, Standort und Pflanzenschutz.
Leuchterblume

Pflanzenfamilie

Asclepiadeaceae (Seidenpflanzengewächse)

Allgemein

Bizarre, lang herunterhängende Triebe hat die Leuchterblume, mit fadendünnen Stengeln, an denen kleine marmorierte Blätter und fast das ganze Jahr über lampionähnliche Blüten sitzen. Die Pflanzen zählen zu den problemlosen Ampelgewächsen, die weder besondere Wünsche an den Standort noch an die Pflege haben. Obwohl die Leuchterblume gar nicht so aussieht, gehört sie zu den Sukkulenten. Das heißt, zu den Pflanzen, die in Teilen ihres Körpers (hier sind es die dicken Blätter und Knollen an den Wurzeln) Wasser für Trockenzeiten speichern können.

Arten

In den Tropen, in Südostasien vor allem und in Afrika, kennt man ungefähr 160 Arten. Aber auch als Zimmerpflanzen werden viele von ganz unterschiedlichem Aussehen kultiviert, dass sich das Sammeln lohnt. Als Leuchterblume bezeichnet man nur Ceropegia woodii, von der es noch zwei Unterarten gibt. Ssp. debilis hat schmale, grünlichpurpur gezeichnete Blätter, während ssp. woodii nierenförmige, marmorierte Blätter besitzt.

Standort

Was den Standort angeht, ist die Leuchterblume ein bescheidenes Gewächs. Zwar gedeiht sie am besten an einem hellen Sonnenplatz; doch auch im Halbschatten fühlt sie sich noch wohl. Blüht dann aber seltener. Ob niedrige oder höhere Temperaturen - sie wächst gleich gut. Auch trockene Zimmerluft macht ihr nicht viel aus. Sie kann also das ganze Jahr über (auch im geheizten) Wohnzimmer bleiben.

Pflege

Von April bis Oktober hat die Leuchterblume ihre Wachstumsphase. Aber auch in dieser Zeit braucht sie nicht übermäßig viel Wasser. Meist genügt es, wenn Sie zweimal in der Woche gießen und dem Gießwasser etwa alle zwei Wochen eine stark verdünnte Portion Flüssigdünger zugeben.
Von November bis März ist Ruhezeit, ohne Dünger und mit wenig Wasser. Wie wenig, das hängt von der Umgebungstemperatur ab. Steht die Leuchterblume kühl, kann die Erde fast trocken sein. Nach Beendigung der Ruhezeit, im März, können Sie die Leuchterblume in Form bringen und zu lang gewordene Triebe zurückschneiden. Dann ist auch die richtige Zeit zum Umtopfen. Nehmen Sie eher flache als tiefe Töpfe, füllen Sie zuunterst eine dicke Schicht Kies als Drainage ein, und mischen Sie Blumenerde zusätzlich mit Sand, damit sie durchlässiger wird.

Vermehrung

Zwei Möglichkeiten gibt es, die Leuchterblume zu vermehren. Einmal durch Stecklinge, die beim Zurückschneiden im Frühjahr anfallen, aber auch zu jeder anderen Jahreszeit geschnitten werden können. Lassen Sie die Schnittwunden der Stecklinge vorm Stecken ein paar Tage abtrocknen. Die Leuchterblume bildet aber auch an den Blattknoten kleine Knöllchen aus, die man abnehmen und wie Samen in ein Erde-Sand-Gemisch legen kann. Werden sie leicht feucht gehalten, wachsen daraus nach einigen Wochen neue Triebe.

Krankheiten und Schädlinge

Die Leuchterblume gehört zu den robusten Pflanzen, der selbst trockene Luft nicht viel ausmacht. Das einzig Empfindliche sind ihre Wurzeln: Sie faulen leicht, wenn zu gut gegossen wird. Denken Sie deshalb immer an eine Drainageschicht im Topf, damit überschüssiges Gießwasser ablaufen kann.

Extratipp

Mit der Leuchterblume kann man auch sehr gut kleine Topfspaliere in Kugel- oder Herzform beranken lassen. Man muss die Triebe dabei allerdings immer wieder etwas führen und um das Spalier wickeln.

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