Medinille (Medinilla magnifica)

Standort, Pflege, Vermehrung und Krankheiten: Wissenswertes und praktische Tipps.
Medinille (Medinilla magnifica)

Pflanzenfamilie

Melastomataceae (Schwarzmundgewächse)

Allgemein

Ein Blütentraum in Rosarot - das ist die Medinille. Man findet die Tropenpflanze in letzter Zeit häufiger in den Geschäften. Da die Pflanze aber nicht billig ist, sollte man sie nur kaufen, wenn man ihr auch Pflege und Aufmerksamkeit widmen kann. Magnifica - die Großartige, kein Namenszusatz würde besser zu der Medinille passen als dieser. Groß wird sie, im Laufe der Jahre als Strauch bis zu 2 m, mit dicken, ledrigen Blättern - ein Gewächs, das Platz braucht. Und großartig ist sie auch, wenn sich im Frühjahr die hängenden, rosaroten Blütenstände bilden, die bei ausgewachsenen Pflanzen bis zu 60 cm lang werden können. Bis zu 100 Einzelblüten sitzen an so einer Rispe dicht an dicht zusammen.

Arten

Etwa 125 verschiedene Medinilla-Arten kann man auf den Inseln des Indischen Ozeans und dem angrenzenden Festland finden. Kultiviert allerdings wird nur eine Art: Medinilla magnifica von den Philippinen. In Europa wird diese Art seit etwa 100 Jahren gezogen, früher vor allem für Warmhäuser und Wintergärten.

Standort

Den richtigen Platz für eine Medinille zu finden, ist nicht ganz einfach. Zum einen ist sie recht ausladend. Auf einer normalen Fensterbank lässt sie sich kaum unterbringen. Am besten steht sie auf einem Blumenhocker nah am Fenster oder in einem geheizten Wintergarten. Denn viel Helligkeit braucht sie. Nur vor der ganz grellen Sommer-Mittagssonne sollte man sie etwas schützen. Ziehen Sie einfach eine Gardine vor. Im Sommer darf es gern warm sein. Im Winter dagegen, während der Ruhezeit von Ende November bis Ende Januar, bevorzugt die Pflanze einen kühleren Standort. Etwa 15-17 Grad sind dann gerade richtig.

Pflege

Die Medinille ist eine durstige Pflanze, vor allem im Sommer. Aber beachten Sie einige Gießregeln: Nie Wasser im Untersatz stehenlassen, immer gleichmäßig gießen, stets kalkarmes, temperiertes Wasser benutzen, im Sommer hin und wieder tauchen, im Winter nur wenig gießen, aber nicht austrocknen lassen, täglich mit Wasser übersprühen.
Während der Wachstumszeit sollten Sie dem Wasser einmal pro Woche Flüssigdünger zugeben. Umgetopft wird etwa alle zwei Jahre. Mischen Sie normale Einheitserde mit etwas grobem Material, z.B. Fasertorf. Welke Blütenrispen sollten Sie vorsichtig unten am Ansatz abschneiden.

Vermehrung

Eine Medinille zu vermehren ist schwierig. Versuchen Sie es mit Kopfstecklingen, die im Januar/Februar geschnitten werden. In ein Bewurzelungspräparat tauchen. Notwendig zur Bewurzelung sind sehr viel Wärme (30-35 Grad) und eine extrem hohe Luftfeuchtigkeit.

Krankheiten und Schädlinge

Am falschen Platz, bei falscher Pflege stellen sich leicht Schild- und Wollläuse ein. Schlimm ist es auch, wenn durch zu starkes Gießen die Wurzeln anfangen zu faulen. Dann kann man nur noch (oft vergeblich) versuchen, die Pflanze durch Umtopfen zu retten. Bilden sich keine Blüten, kann es möglicherweise auch daran liegen, dass die Pflanze bei falscher Temperatur überwintert wurde.

Extratipp

Ältere, zu große Pflanzen können beim Umtopfen bis ins alte Holz zurückgeschnitten werden. Dabei auch den Wurzelballen verkleinern.

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