Acalypha-Wilkesiana-Hybriden Nesselschön

Nesselschön

Pflanzenfamilie

Euphorbiaceae (Wolfsmilchgewächse)

Allgemein

Blätter in den schönsten Farben sind das besondere Kennzeichen dieser Pflanzen. Zwar bekommen sie auch Blüten; die aber sind klein und unscheinbar, sodass sie kaum auffallen. Das Nesselschön ist eine Pflanze, von der es eine ganze Farbkollektion gibt. Vorherrschend sind dabei Bronze- und Rottöne. Es gibt aber auch Sorten, die ganz helle oder fast schwarze Blätter haben. Bis zu 20 cm lang kann ein einzelnes Blatt werden. Die Pflanze selbst wird im Alter meterhoch, wirkt dann aber leicht etwas sparrig.

Arten

Hunderte von Acalypha-Arten gibt es in den tropischen Gebieten der Erde. Als farbenprächtige Zimmerpflanzen findet man nur Acalypha-Wilkesiana-Hybriden. Das sind Kreuzungen verschiedener Wildarten mit A. wilkesiana, die auf den Südseeinseln zu Hause ist. Entstanden sind diese Kreuzungen erst zu Beginn unseres Jahrhunderts. Von diesen Hybriden werden eine Reihe von Sorten gehandelt. Ein enger Verwandter des Nesselschöns ist übrigens der Katzenschwanz (Acalypha hispida), der vor allem wegen seiner langen, roten Blütenschwänze geschätzt wird.

Standort

Ganz einfach sind diese Pflanzen im Zimmer nicht zu halten. Notwendig ist eine hohe Luftfeuchtigkeit. Bei hohen Temperaturen, im Sommer, aber natürlich vor allem während der Heizperiode, sollten Sie zweimal täglich sprühen - oder eine andere Möglichkeit der Luftbefeuchtung wählen. Der Standort sollte ehr hell, aber ohne grelles Sonnenlicht, und warm sein. Auch im Winter dürfen die Temperaturen nie unter 16 Grad fallen. Wer einen windgeschützten Ost- oder Westbalkon hat, kann die Pflanze im Sommer auch dorthin stellen.

Pflege

Das ganze Jahr über muss die Topferde gleichmäßig feucht sein. Gießen Sie also gleichmäßig und regelmäßig, möglichst immer mit zimmerwarmem, abgestandenem Wasser. Während der Wachstumszeit im Frühjahr und Sommer sollten Sie dem Gießwasser für diese Pflanze etwa alle zehn Tage Flüssigdünger zugeben. Damit die Pflanzen schön buschig wachsen, sollten Sie zwei- bis dreimal im Jahr die längsten Triebe einkürzen. Umtopfzeit ist im März. Nehmen Sie normale Blumenerde.

Vermehrung

Das ganze Jahr über können Sie etwa 10 cm lange Triebspitzen als Stecklinge schneiden. Sie kommen in einen Topf mit einem Erde-
Sand-Gemisch. Zum Bewurzeln brauchen sie etwa 22 Grad Bodenwärme und feuchte Luft. Damit die jungen Pflanzen gut wachsen und sich kräftig verzweigen, sollten Sie von Zeit zu Zeit die Triebspitzen abschneiden.

Krankheiten und Schädlinge

Wenn die Blätter der Pflanze ihre schönen Farben verlieren, steht sie zu schattig. Rollen sie sich ein, ist die Luftfeuchtigkeit zu niedrig. Trockene Luft fördert auch das Auftreten von Spinnmilben. Im Anfangsstadium können Sie diese Schädlinge noch mit einem scharfen Wasserstrahl abspülen (Pflanze dabei kopfüber halten). Später helfen nur noch Sprühmittel, die Sie in wöchentlichem Abstand mehrmals anwenden müssen. Gelegentlich treten auch Weiße Fliegen auf. Dagegen helfen Gelbtafeln, die in den Blumentopf gesteckt werden.

Extratipp

Keine Angst, wenn Stecklinge ihre Blätter verlieren. Bei viel Wärme und hoher Luftfeuchtigkeit treibt die Pflanze sehr rasch wieder aus.

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