Palisanderbaum (Jacaranda mimosifolia)

Standort, Pflege, Vermehrung und Krankheiten: Wissenswertes und wertvolle Pflegetipps.
Palisanderbaum (Jacaranda mimosifolia)

Pflanzenfamilie

Bignoniaceae (Bignoniengewächse)

Allgemein

Kaum zu glauben, dass dieses so zierlich aussehende Pflänzchen ein richtiger Baum, sogar ein Holzlieferant werden kann. 15-20 m Höhe sind in seiner Heimat die Regel. Aber auch bei uns kann er recht hoch werden. Allerdings wächst er so schnell, dass er im Zimmer dabei leicht staksig wird. Dann greifen Sie am besten zur Schere und schneiden ihn radikal zurück. Dann verzweigt er sich und wird fülliger.

Arten

In Südamerika gibt es etwa 50 verschiedene Jacaranda-Arten. Dort heißt der Palisander übrigens auch ganz offiziell Jacarandabaum. Als Zimmer- und Kübelpflanze wird nur eine Art gehalten: Jacaranda mimosifolia. Ge legentlich trifft man auch J. ovalifolia, eine Art mit eiförmigen Blättern.

Standort

Damit der Palisanderbaum gut wächst, braucht er einen möglichst hellen Platz. Grelle Sonne am Südfenster allerdings verträgt er nicht. Besser geeignet sind Ost- oder Westfenster. Feuchte Luft tut dem Palisander ganz gut. Deshalb sollten Sie an heißen Sommertagen und während der Heizungszeit im Winter häufiger sprühen. Im Sommer verträgt die Pflanze die üblichen Temperaturen, kann von Ende Mai bis Anfang September ruhig auch nach draußen. Im Winter dagegen sollte sie etwas kühler stehen, etwa bei 15 Grad fühlt sie sich besonders wohl.

Pflege

Ein bisschen vorsichtig müssen Sie mit dem Gießen sein. Nicht zu viel im Sommer, noch sparsamer im Winter. Am besten prüfen Sie immer erst mit dem Finger, ob die Erde schon angetrocknet ist. Nehmen Sie immer enthärtetes, lauwarmes Wasser, auch zum Übersprühen. Gedüngt wird im Frühjahr und Sommer alle zwei Wochen. Aufpassen müssen Sie auch beim Umtopfen. Normale Blumenerde ist weniger gut geeignet, besser ist ein kalkfreies Substrat, z.B. Azaleenerde oder Torfkultursubstrat (TKS 2). Ältere Pflanzen brauchen nur noch alle paar Jahre im Frühjahr umgesetzt werden.

Vermehrung

Palisanderbäume lassen sich relativ leicht aus Samen heranziehen, am besten im Januar/Februar. Die Samen keimen willig (wenn sie nicht zu alt sind), die Pflänzchen wachsen rasch - und müssen dann bald entspitzt werden, damit sie sich verzweigen und buschiger werden. Sonst schießen sie zu stark in die Höhe und sehen wenig dekorativ aus.

Krankheiten und Schädlinge

Wenn ein Palisanderbaum von unten kahl geworden ist (durch falsche Pflege oder falschen Standort), müssen Sie sämtliche Triebspitzen kappen. Dann treibt er unten wieder neu aus. Sitzen in den Blattachseln und an den Triebspitzen feine Spinngewebe, deutet das auf einen starken Spinnmilbenbefall. Sie können versuchen, die ganze Pflanze abzuduschen. Oft aber helfen in diesem Stadium nur noch entsprechende Sprühmittel.

Extratipp

Achten Sie im Urlaub - z.B. auf den Kanaren - auf den Palisanderbaum am Straßenrand. Darunter liegen oft Samenschoten, die man gut für die eigene Anzucht mitnehmen kann.

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