Pandanus Schraubenbaum

Schraubenbaum

Pflanzenfamilie

Pandanaceae (Schraubenbaumgewächse)

Allgemein

Häufig wird der Schraubenbaum mit einem Drachenbaum verwechselt. Allerdings besitzt er ein untrügliches Kennzeichen: Seine langen, schmalen Blätter sind wie in einem Schraubgewinde spiralenförmig angeordnet. Zwischen diesen Blättern bilden sich zahlreiche Nebentriebe. Im Zimmer zählt der Schraubenbaum zu den Exoten, die kaum Mühe machen. Wenn Sie sich einen Schraubenbaum zulegen wollen, müssen Sie aber viel Platz einkalkulieren. Im Laufe der Jahre breitet sich die Pflanze gewaltig aus. Dabei sind die langen, schmalen Blätter ziemlich steif und mit winzigen Stacheln besetzt. Nach einigen Jahren übrigens bekommt die Pflanze eine ganz kuriose Form. Dann bilden sich im unteren Bereich Stelzwurzeln, die den Schraubenbaum richtig aus dem Topf herausheben.

Arten

Am häufigsten sieht man Pandanus veitchii aus Polynesien. Er hat schmale, weiß-grün gestreifte Blätter mit groben Stacheln. Spitze, scharfe Zähne und eher gelblichgrüne Blätter besitzt Pandanus sanderi vom Malaiischen Archipel. Der größte ist Pandanus utilis aus Madagaskar. Er kann bis zu 2 m hoch werden. Seine Blätter sind einfarbig blaugrün und mit roten Stacheln besetzt. Selten ist der stachellose Pandanus baptistii, der weiche Blätter mit gelben Streifen hat.

Standort

Einen Schraubenbaum sollten Sie am besten jahraus, jahrein am gleichen Platz stehenlassen. Viel Helligkeit braucht er, pralle Sonne aber verträgt er nicht. Die idealen Temperaturen sind die üblichen Wohnzimmertemperaturen: 20-22 Grad. Nur bei Pandanus utilis müssen Sie einen etwas kühleren Winterplatz mit etwa 14 Grad suchen. An einem zu dunklen Platz gehen manchmal die farbigen Blattstreifen verloren.

Pflege

Viel Mühe macht ein Schraubenbaum bei der Pflege nicht. Gegossen wird immer dann, wenn die Erde sich trocken anfühlt, grundsätzlich lieber etwas zu wenig als zu viel. Worauf Sie achten müssen: Dass in den Blattwinkeln kein Wasser stehenbleibt. Nehmen Sie immer eine Gießkanne mit einer langen, schmalen Tülle, und gießen Sie direkt auf die Erde.
Ein- bis zweimal im Jahr sollten Sie die Blätter vorsichtig abwaschen: Sie stauben schnell ein. Während der Wachstumszeit können Sie dem Gießwasser ruhig jede Woche etwas Flüssigdünger zugeben, etwas weniger als üblich. Wer will, kann - vor allem im Winter - gelegentlich sprühen. Unbedingt notwendig ist das aber nicht. Einen ausgewachsenen Schraubenbaum brauchen Sie nur noch alle drei bis vier Jahre umzutopfen. Einfach ist das bei der Größe und mit den stacheligen Blättern nicht. Am besten ziehen Sie dicke Handschuhe an. Topfen Sie nie die Stelzwurzeln mit ein. Übrigens wächst ein Schraubenbaum auch ausgezeichnet in Hydrokultur.

Vermehrung

Im unteren Bereich der Blätter bilden sich kleine Nebentriebe, die oft schon Wurzeln haben. Sie kann man abnehmen und extra eintopfen, am besten beim Umtopfen. Trocknen Sie die Schnittstellen mit Holzkohlepulver.

Krankheiten und Schädlinge

Braune Blattspitzen können zwei Ursachen haben: Entweder ist die Luft zu trocken, oder Sie haben zu wenig gegossen. Bei zu trockener Luft treten oft gleichzeitig Läuse auf. Im Großen und Ganzen aber ist der Schraubenbaum ein robustes Gewächs, das nur selten wirklich krank wird.

Extratipp

Nehmen Sie für den Schraubenbaum immer Tontöpfe. Sie sind kippsicherer und halten die schwere Pflanze besser als leichte Kunststoffgefäße.

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