Spaltblume (Schizanthus x wisentoensis)

Tipps, Tricks und alles über Pflege, Standort und Pflanzenschutz.
Spaltblume (Schizanthus x wisentoensis)

Pflanzenfamilie

Solanaceae (Nachtschattengewächse)

Allgemein

Sie gehört zu den kurzlebigen Sommerblühern, die wenig Mühe, aber viel Freude machen. Man kann sie im Frühjahr selbst aussäen, aber auch im Frühsommer als Topfpflanze kaufen. Wenn sie viel Wasser, viel Dünger, aber auch viel Sonne haben, blühen Spaltblumen den ganzen Sommer über. Vor etwa 150 Jahren wurde die Spaltblume aus ihrem Heimatland Chile bei uns eingeführt. Ihren Namen erhielt sie wegen der gespaltenen Blüten. Im Volksmund hat sich aber auch die Bezeichnung Orchidee des kleinen Mannes eingebürgert: weil die Blüten zauberhaft wie Orchideenblüten sind, die Pflanzen aber sehr viel preiswerter. Ob in Weiß, Rosa, Gelb, Apricot, Karmin oder Violett, oft auch zweifarbig getigert oder geflammt - die Blüten sitzen in großer Zahl über den hellgrünen Fiederblättchen.

Arten

Im Handel sind hauptsächlich Hybrid-Sorten, als Schizanthus x wisentoensis bezeichnet. Gezüchtet wurden eine ganze Reihe von Sorten, darunter 30 cm niedrige Zwerge, aber auch 80 cm hohe Pflanzen.

Standort

Am falschen Platz verblassen die leuchtenden Farben schnell. Sehr hell, möglichst sonnig sollte er sein, damit sich viele Blüten bilden. Und nicht zu warm, damit die Blüten lange halten. Bei höheren Temperaturen sollten Sie häufig sprühen, denn trockene Luft vertragen die Pflanzen nicht besonders gut. Vermeiden Sie auch kalte Zugluft. Um einen Winterplatz braucht man sich keine Gedanken zu machen: Nach dem Welken der letzten Blüten im Herbst hauchen die Spaltblumen ihr Leben aus.

Pflege

Bei Spaltblumen sollte die Erde immer leicht feucht sein. Vor allem während der Blütezeit darf sie nie austrocknen. Damit sich auch möglichst alle Knospen öffnen, sollten Sie den Pflanzen den ganzen Sommer über alle zwei Wochen eine Portion Flüssigdünger geben. Wenn Sie selbst gezogene Pflanzen in die endgültigen Gefäße setzen, sollten Sie eine gut durchlässige, z.B. mit etwas Sand vermischte Erde nehmen.

Vermehrung

Spaltblumen werden in der Regel aus Samen angezogen. Für eine Frühlingsblüte können Sie schon im Herbst aussäen. Die Sämlinge müssen dann sehr hell, aber kühl überwintern. Für eine Sommerblüte säen Sie im zeitigen Frühjahr, etwa Anfang März aus. Die Samen brauchen in einem Erde-Sand-Gemisch etwa zwei Wochen, um zu keimen. Die Sämlinge werden dann, etwa drei bis vier zusammen, in Töpfe mit durchlässiger Erde pikiert. Damit vor allem höher werdende Sorten nicht umfallen, sollten Sie den Mitteltrieb der jungen Pflanzen möglichst frühzeitig mit einem Stab stützen.

Krankheiten und Schädlinge

Ist die Luft zu trocken, können Blattläuse und Weiße Fliegen auftreten. Die Läuse spülen Sie am besten mit einem scharfen Wasserstrahl über der Badewanne ab. Gegen Weiße Fliegen helfen Gelbtafeln, die man in den Blumentopf steckt. Ist die Luft zu feucht, bildet sich oft Mehltau auf den Blättern und an den Triebspitzen. Entfernen Sie erkrankte Pflanzenteile, und schützen Sie die gesunden durch Sprühen mit einem Fungizid vor Ansteckung. Wenn die Pflanze ihre Knospen fallen lässt, steht sie entweder zu kalt oder war Zugluft ausgesetzt.

Extratipp

Samen, die Sie aussäen wollen, dürfen nicht älter als zwei Jahre sein. Achten Sie beim Kauf unbedingt auf das Verfalldatum auf der Samentüte.

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