Portulacaria afra Speckbaum

Speckbaum

Pflanzenfamilie

Portulaceaceae (Portulakgewächse)

Allgemein

Auf den ersten Blick erinnert der Speckbaum an den Geldbaum. Doch obwohl sich beide ähneln, gehören sie doch zu verschiedenen Pflanzenfamilien. Der Speckbaum ist die ideale Zimmerpflanze für Leute, denen es weniger auf prachtvolle Blüten, dafür aber auf eine hübsche Wuchsform, vor allem aber auf Robustheit und leichte Pflege ankommt. Auch vermehren lässt sich die Pflanze leicht. Zu Hause ist der Speckbaum in Südafrika. Dort wächst er als richtiger kleiner Baum, wird bis zu 4 m hoch. Im Topf dagegen schafft er selten mehr als 1 m. Er hat einen graubraunen Stamm mit ziemlich waagerecht abstehenden, rötlichen Trieben und ovalen, fleischigen Blättchen. In seiner Heimat kann ein Speckbaum auch kleine, rosafarbene Blüten bekommen. Im Topf blüht er nur selten.

Arten

Als kultivierte Pflanze ist nur eine Portulacaria-Art bekannt: Portulacaria afra. Davon gibt es zwei Sorten: die ursprüngliche grün blättrige und die Sorte "Variegata" mit zweifarbigen Blättern und rosa getönten Blatträndern.

Standort

Der Speckbaum schätzt einen recht sonnigen Platz. Steht er zu dunkel, dann werden die Triebe lang und hängen herunter. Frische Luft tut ihm gut. Stellen Sie die Pflanze den Sommer ruhig nach draußen ins Freie - auf den Balkon oder die Terrasse. In der warmen Jahreszeit dürfen die Temperaturen hoch sein. Im Winter dagegen ist der ideale Platz etwas kühler, unter 15 Grad. Aber auch dann sollte es möglichst hell für einen Speckbaum sein.

Pflege

Einen Speckbaum dürfen Sie immer nur mäßig gießen, vor allem am kühlen Winterplatz. Machen Sie deshalb immer erst die Daumenprobe, bevor Sie zur Kanne greifen. Den Finger in die Erde bohren und die Feuchtigkeit überprüfen. Ganz austrocknen allerdings darf die Erde auch nicht.
Mit Dünger können Sie sparsam umgehen: alle zwei bis drei Wochen während der Wachstumszeit eine Portion Kakteendünger zum Gießwasser geben - das reicht. Die Erde sollte durchlässig und nicht zu nahrhaft sein. Mischen sie normaler Blumenerde eine reichliche Portion Sand zu. Damit die Pflanze sich mehr verzweigt, kann man einen Speckbaum öfter zurückschneiden. Er lässt sich durch einen richtigen Schnitt, den man öfter wiederholen muss, sogar ganz klein halten - wie ein Bonsai. Pflegefehler nimmt der Speckbaum nicht sehr übel.

Vermehrung

Was bei einem Rückschnitt an Triebspitzen anfällt, können Sie zur Vermehrung benutzen. Die Stecklinge sollten etwa 10 cm lang sein. Und sie sollten, da sie sehr fleischig sind, mindestens eine Woche abtrocknen. Dann kommen sie, ruhig immer mehrere zusammen, in Töpfe mit einem Erde-Sand-Gemisch. Bis sich genug Wurzeln gebildet haben, muss der Nachwuchs ganz sorgfältig gegossen werden. Die beste Vermehrungszeit ist März bis Mai.

Krankheiten und Schädlinge

Der Speckbaum ist eine äußerst robuste Pflanze, die nur selten wirklich krank wird. Was ihr aber zu schaffen macht, wie allen Sukkulenten, ist zu gut gemeintes Gießen. Dann beginnen die Wurzeln zu faulen. Im Anfangsstadium hilft oft ein Umtopfen der Pflanze, verbunden mit einem Rückschnitt aller kranken Wurzeln. Danach braucht der Speckbaum besonders sorgfältige Pflege.

Extratipp

Ein Speckbaum lässt sich auch gut zum Bonsai erziehen. Am besten beginnen Sie mit einem Steckling, den Sie schon frühzeitig regelmäßig beschneiden und formen müssen.

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