Testudinaria elephantipes Testudinarie, Elefantenfuß

Pflanzenfamilie

Dioscoridaceae (Yamswurzelgewächse)

Allgemein

Das besondere Kennzeichen der Testudinarie ist ihre dicke, braune tief gefurchte Knolle, die ihr zu Recht auch den Zweitnamen Elefantenfuß eingetragen hat. Im Zimmer gehört die Pflanze zu den auffallenden Raritäten. Die Testudinarie ist eng verwandt mit der Yamswurzel, einer kletternden Gemüsepflanze mit essbaren Knollen. Anders als die Nutzpflanze ist der Elefantenfuß eine reine Zier, eine bizarre Skulptur im Topf. Am besten zur Geltung kommt sie an einen Soloplatz, ohne ablenkendes Grün ringsum. Wer will, kann ihre langen, dünnen Triebe mit den herzförmigen Blättern über den Topfrand hängen lassen. Dann breiten sie sich allerdings auch bald auf der Fensterbank aus. Besser gibt man der Pflanze ein kleines Spalier als Kletterhilfe in den Topf.

Arten

Die bekannteste Art ist Testudinaria elephantipes, der Elefantenfuß, mit der holzigen, halbrunden Knolle. Gelegentlich sieht man auch Testudinaria sylvatica, die eine etwas spitzere Knolle hat. In der Pflege unterscheiden sich die beiden nicht. Alle Testudinaria-Arten gehörten früher zur Gattung Dioscorea, der Yamswurzel. Zu Hause sind sie in Südafrika, in den Kapgebieten, in Natal und Transvaal.

Standort

Die Testudinarie braucht sehr viel Licht. Am besten stellen Sie die Pflanze an ein sonniges Südfenster. Aber sie braucht auch viel Wärme. Die Temperatur sollte das ganze Jahr über nicht unter 18 Grad fallen. Die Luftfeuchtigkeit muss nicht übermäßig hoch sein. Trotzdem tut es der Pflanze gut (und verhindert Schädlingsbefall), wenn Sie bei hohen Temperaturen gelegentlich die Blätter besprühen.

Pflege

Die Testudinarie hat eine ausgesprochene Wachstumszeit und eine ganz strenge Ruhepause. Ruhezeit ist bei ihr im Sommer. Dann darf sie nur ganz wenig Wasser bekommen, gerade so viel, dass die Erde nicht völlig austrocknet.
Ende Juli/Anfang August kann man die Pflanze in frische Erde setzen, am besten in Kakteenerde mit mineralischen Zusätzen (Bims, Lavagrus). Bei älteren Testudinarien ist das aber nur alle drei bis vier Jahre notwendig. Dann beginnt die Wachstumszeit. Die Pflanze treibt neu aus, braucht wieder etwas mehr Wasser und sollte etwa alle drei Wochen eine schwache Portion Kakteendünger bekommen. Wenn Blätter und Triebe zum Frühlingsende welken, kündigt das die nächste Ruhepause an.

Vermehrung

Normalerweise wird die Pflanze aus Samen angezogen, der eine sehr hohe Bodentemperatur zum Keimen braucht. Allerdings ist es nicht einfach, die Samen zu bekommen.

Krankheiten und Schädlinge

Die hohen Temperaturen, die eine Testudinarie schätzt, begünstigen leider das Auftreten von Wollläusen. Sie sitzen nicht nur in den Blattachseln, sondern auch in den Vertiefungen der holzigen Knolle. Glücklicherweise entdeckt man sie, vor allem auf der Knolle, meist sehr früh. Dann hilft es oft schon, wenn die Läuse mit einer Pinzette Stück für Stück abgesammelt werden. Achten Sie aber darauf, dass Sie nicht nur den watteartigen weißen Bausch abnehmen, sondern auch tatsächlich die Laus darunter mitfassen.

Extratipp

Eine Testudinarie sollten Sie, auch im Sommer, nicht nach draußen, auf Balkon oder Terrasse stellen. Es kann dort nachts zu kühl werden.

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