Washingtonie (Washingtonia)

Standort, Pflege, Vermehrung und Krankheiten: Wissenswertes und wertvolle Praxistipps.
Washingtonie (Washingtonia)

Pflanzenfamilie

Aracaceae (Arecapalmen)

Allgemein

Ihren etwas eigenartigen Namen erhielt die Washingtonie nach einem berühmten Paten: George Washington, dem ersten Präsidenten der Vereinigten Staaten. Sie gehört zu den großen Kübelpalmen. Washingtonien wachsen für Palmen verhältnismäßig schnell, können über 2 m hoch und auch breit werden. Schon diese Größe macht sie fürs Zimmer etwas problematisch. Aber auf der Terrasse oder in einem Wintergarten sind sie mit ihren großen, grünen, fast kreisrunden Wedeln richtige Schmuckstücke. In der Natur fallen welke Wedel nicht ab, sondern neigen sich nach unten und umhüllen den schuppigen Stamm. Ein bisschen gefährlich ist die Washingtonie allerdings: An den Blattstielen sitzen spitze Stacheln.

Arten

Nur zwei Washingtonie-Arten werden kultiviert. Washingtonia filifera fällt durch die vielen Fäden an den Blättern auf. Sie ist ganz robust, wächst in Kalifornien und Arizona an Straßenrändern und Parks. Dort kann sie über 20 m hoch werden. Weniger bekannt und kaum im Handel ist die trotz ihres Namens etwas heikle W. robusta. Sie stammt aus Mexiko, hat Blätter in kräftigerem Grün.

Standort

Die Washingtonie schätzt einen sehr luftigen Platz. Heizungswärme verträgt sie nicht besonders gut. Sie sollte bei 5-8 Grad überwintern. Gut aufgehoben ist sie den Sommer über im Kübel auf dem Balkon oder der Terrasse. Räumen Sie die Palme ruhig schon früh, im April, hinaus und erst spät, im Oktober, wieder ins Haus. Ihr Standort sollte sehr hell sein, allerdings vor allzu greller Mittagssone geschützt.

Pflege

Große Palmen brauchen im Sommer viel Wasser. Trotzdem dürfen Sie nicht so viel gießen, dass die Erde dauernass ist. Am kühlen Winterplatz wird nur sparsam gewässert. Hin und wieder sollten Sie die Wedel säubern. Im Freien geht das am besten mit einem Gartenschlauch. Gedüngt wird von April bis August alle zwei Wochen. Umtopfzeit ist, wie bei den meisten Pflanzen, das Frühjahr. Nehmen Sie für größere Exemplare schwere, standfeste Kübel.

Vermehrung

Eine Washingtonie wird aus Samen angezogen. Weichen Sie diese zwei Tage in warmem Wasser ein. Trotzdem dauert es meist lange, manchmal ein paar Monate, bis die Samen keimen. Erst nach einigen Jahren bilden sich die typischen Palmenwedel.

Krankheiten und Schädlinge

Braune Blattspitzen sind bei dieser Palme schon fast normal. Sie können sie durch regelmäßiges Sprühen, also durch höhere Luftfeuchtigkeit, in Grenzen halten. Braune Spitzen sollte man möglichst früh abschneiden, welke Wedel möglichst im Herbst abzupfen, wenn sie sich fast von selbst vom Stamm lösen. Braune Blattflecken entstehen immer dann, wenn die Palme sengender Mittagssonne ausgesetzt war. Wird zu viel gegossen, können die Wurzeln faulen. Manchmal hilft sofortiges Umtopfen. Oft aber gehen Palmen mit Wurzelschäden ein. Ballentrockenheit allerdings verträgt die Palme genauso wenig wie nasse Füße. An tierischen Schädlingen tauchen vor allem Schildläuse auf. Sie sitzen als harte, braune Buckel an den Wedelunterseiten. Die beste Bekämpfung: Stück für Stück mit einem spitzen Messer abkratzen; die Stellen anschließend mit milder Seifenlauge säubern. Oder Pflanzenschutzzäpfchen in die Erde stecken.

Extratipp

Im Freien sollten Sie die Palme an einen windgeschützten Platz stellen. Vor allem große Exemplare sind mit ihren ausladenden Wedeln instabil und kippen leicht um bei Windböen.

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