Adenium obesum Wüstenrose

Wüstenrose

Pflanzenfamilie

Apocynaceae (Hundsgiftgewächse)

Allgemein

Sie gehört zu den idealen Winterpflanzen im Zimmer, da ihr die trockene Luft wenig ausmacht. Im Frühjahr bekommt sie wunderschöne Blüten; im Herbst folgt häufig - nach einer kurzen Ruhezeit - noch einmal ein zweiter rosa Blütenschwung.
Was im Frühjahr in unseren Blumengeschäften als Wüstenrose verkauft wird, ist fast immer ein bizarres Produkt der Züchter: in der oberen Hälfte ein verzweigter, sukkulenter Stamm mit schmalen Blättchen und auffallend schönen Blüten, in der unteren Hälfte ein dünnes Stämmchen vom Oleander als Pfropfunterlage. Diese Zusammensetzung hat ihren Sinn: Auf ihren eigenen Wurzeln wachsen Wüstenrosen langsamer und sind sehr empfindlich gegenüber Staunässe. Im Winter wirft die Wüstenrose oft den größten Teil ihrer Blätter ab.

Arten

Als Zimmerpflanze wird fast immer Adenium obesum gehalten, die im April, wenn das Licht zunimmt, kräftig rosarot blüht. Sie gehört zu den Hundsgiftgewächsen, ist also giftig! Zu Hause ist sie in Ostafrika, in Gebieten mit feuchten Sommern und trockenen Wintern.

Standort

Eine Wüstenrose braucht den sonnigsten Platz Ihrer Wohnung. Je heller sie steht, desto eher blüht sie. Sie kann auch im Winter im geheizten Wohnzimmer bleiben; dann wächst sie, wenn auch langsam, weiter. Wird sie kühler gestellt, bei etwa 12-15 Grad, beginnt ihre natürliche Ruhepause mit fallenden Blättern. Aber: bei einem kühlen Stand muss man auch entsprechend weniger gießen. Da eine Wüstenrose sich immer zum Licht neigt, sollten Sie den Topf von Zeit zu Zeit ein wenig drehen.

Pflege

Während der Hauptwachstumszeit vom Frühjahr bis zum Herbst müssen Sie regelmäßig gießen. Aber: Vor allem wurzelechte Pflanzen vertragen keine nassen Füße. Prüfen Sie deshalb immer erst mit dem Finger, ob die Erde schon leicht angetrocknet ist. Im Winter werden Pflanzen am kühlen Platz weniger gegossen. Gedüngt wird mit Kakteendünger, von März bis Oktober.
Die beste Zeit zum Umtopfen liegt zwischen der ersten und der zweiten Blüte. Hier kommt es wieder darauf an, ob Sie eine gepfropfte oder eine wurzelechte Pflanze haben. Die erste liebt einen nährstoffreichen Boden, die zweite schätzt eine Mischung aus Erde und sehr viel Sand oder Ziegelsplitt. Wenn die Wüstenrose zu groß wird, kann man sie - am besten im Juli - um die Hälfte der Trieblänge zurückschneiden. Frisch umgetopfte Pflanzen allerdings sollten frühestens nach vier Wochen gestutzt werden.

Vermehrung

Üblich ist die Anzucht aus Samen. Sie können aber auch Kopfstecklinge schneiden. Lassen Sie die Triebspitzen ein bis zwei Tage abtrocknen.

Krankheiten und Schädlinge

Bilden sich nur wenige Knospen, ist wahrscheinlich der Standort zu dunkel. Die Wüstenrose braucht viel Licht. Wenn Sie zu wenig gießen, welken zuerst die Blüten, anschließend trocknen die Blätter von der Spitze her ein und fallen ab. Auch Schildläuse treten häufiger auf. Man erkennt sie an dem harten, braunen Panzer an Blättern und Trieben. Die Schädlinge mit einem Messer vorsichtig abkratzen.

Extratipp

Achten Sie immer darauf, ob Sie eine wurzelechte oder eine gepfropfte Wüstenrose haben. Die Wünsche an Wasser und Erde sind unterschiedlich.

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