Xanthosoma Xanthosome

Xanthosome

Pflanzenfamilie

Araceae (Aronstabgewächse)

Allgemein

Die Xanthosome gehört zu den Pflanzen, die mit ihren wunderschönen Blättern in jedem Blumenfenster auffallen. Allerdings gehört sie auch zu den Raritäten, die man nur selten im Blumengeschäft findet.
Als Zimmerpflanze ist sie nicht ganz pflegeleicht, also nichts für Anfänger. Sowohl von der Wuchs- als auch von der auffallenden Blattform her ähnelt die Xanthosome der Alokasie, mit der sie eng verwandt ist. Die ausgewachsene Pflanze ist etwa 1 m hoch, hat dann einen richtigen Stamm, von dem die großen, leicht fleischigen Blätter waagerecht abstehen. Die Blätter selbst sitzen an langen Stielen, haben deutlich hervortretende helle Adern. Bei guter Pflege kann eine Xanthosome als Topfpflanze viele Jahre alt werden.

Arten

Am bekanntesten ist Xanthosoma lindenii aus Kolumbien. Xanthosoma violaceum (früher X. nigrum) aus Brasilien unterscheidet sich durch den purpurnen Schimmer auf Blättern und Stielen. Diese Art zählt in ihrer Heimat zu den Nutzpflanzen, weil sie einen essbaren Erdstamm besitzt. Relativ klein bleibt Xanthosoma saggitifolium mit sehr dunklen Blättern. Xanthosoma robustum dagegen, die in Mexiko zu Hause ist, entwickelt sich mit der Zeit zu einer wahren Riesenpflanze, kann mehrere Meter hoch werden.

Standort

Viel Licht braucht die Pflanze nicht. Sie gedeiht am Ost- oder Westfenster, aber auch noch auf einer schattigen Nordfensterbank. Wobei die meisten Fensterbänke allerdings zu schmal sein werden, um die ausladende Pflanze unterzubringen. Die Temperatur sollte stets gleichmäßig hoch sein, auch im Winter nie unter 18 Grad fallen. Wichtig für das gute Gedeihen der Pflanze ist eine sehr hohe Luftfeuchtigkeit. Entweder müssen Sie mehrmals am Tag sprühen, vor allem während der Heizperiode. Besser noch stellen Sie gleich einen elektrischen Luftbefeuchter auf.

Pflege

Mit ihren riesigen Blättern verdunstet die Xanthosome reichlich Wasser. Sie müssen also ständig für Nachschub sorgen und immer gut gießen - im Sommer etwas mehr als im Winter. Vermeiden Sie aber nasse Füße: Kontrollieren Sie eine halbe Stunde nach dem Gießen noch einmal den Untersatz auf stehendes Wasser und leeren Sie ihn aus, wenn nötig. Zum Gießen und Sprühen nur temperiertes, abgestandenes Wasser nehmen.
Da die Pflanzen kräftig wachsen, sollten sie den Sommer über wöchentlich gedüngt werden. Im März ist die richtige Zeit zum Umtopfen. Nehmen Sie große, schwere Gefäße, und füllen Sie zuunterst eine dicke Drainageschicht aus Kies oder Blähton ein. Als Substrat können Sie normale Einheitserde, eventuell mit einem Zusatz von Styromull nehmen.

Vermehrung

Füllige Pflanzen kann man beim Umtopfen teilen. Möglich ist aber auch eine Vermehrung durch Teilung des Stammes.

Krankheiten und Schädlinge

Bekommt eine Xanthosome braune Blattspitzen, ist das ein Zeichen für zu trockene Luft. Welke und zusammengerollte Blätter deuten auf zu niedrige Temperaturen und auf Zugluft hin. Sehen die Blätter schlapp aus und hängen herunter, haben Sie zu wenig gegossen. Setzen Sie die Pflanze bis über den Topfrand in einen Eimer mit Wasser - so lange, bis keine Bläschen mehr aufsteigen. An tierischen Schädlingen können vor allem Spinnmilben auftauchen. Im Anfangsstadium lassen sie sich oft noch mit einem scharfen Wasserstrahl abspülen.

Extratipp

Ältere Pflanzen können auch blühen. Sie bilden, wie alle Aronstab-
gewächse, einen Blütenstand, der von einem weißen Hüllblatt umgeben ist.

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