Gladiolen: stolze Miss Wundertüte

Gladiolen enttäuschen uns nie. Ob aufgebrezelt in Pink oder elegant in Muschelrosa – im Sommer stellen die hoch gewachsenen Blumen ihre Vorzüge am liebsten in einer Vase zur Schau, die erst mit den ersten Frösten endet.
Gladiolen: stolze Miss Wundertüte
Gladiolen: zwischen zwei Deck­blättern schieben sich die noch eingerollten Blütentrichter hervor.
Aufrecht und kraftvoll stehen Gladiolen da, ihre Blütentrichter weit geöffnet: in Karminrot, Muschelrosa oder Schwefel­gelb. Edelgladiolen lassen kaum eine Farbe aus, wenn sie ihre Blütenähren im Sommer von unten nach oben entfalten. Dass sich die imposanten Gladiolen heute meterhoch vor uns aufbauen, verdanken wir ambitionierten Züchtern des 18. und 19. Jahrhunderts, die viel Zeit in deren wilden südafrikanischen und mediterranen Vorfahren der Gladiolen investierten.

Gladiolen (Gladiosus-Hybriden)

Gladiolen (Gladiosus-Hybriden)
Gladiolen sind ein Blickfang der Extraklasse: Hochgewachsen und mit dicht an dicht stehenden Blütenähren mit bis zu 20 Einzelblüten sind sie in der Vase einfach nicht zu übersehen.

Gladiolen sind bis zu 1,5 hohe Pflanzen für den Garten, die zwischen und Juni und September blühen und Mitte April als Knolle gepflanzt werden. Mit ihrer imposanten Erscheinung sind sie der perfekte Blumenschmuck für große Räume, eignen sich aber auch ausgezeichnet als auffallende, farbenfrohe Dekoration für eine Gartenparty.

Gladiolen (Gladiosus-Hybriden)
Pure Leuchtkraft: Gladiolen in der Vase.

Die Vielfalt der Blütenfarben der Gladiolen macht es leicht, für die unterschiedlichsten Situationen und Stimmungen die geeignete Sorten zu finden. Das Sortiment umfasst sowohl Gladiolen mit weißen und pastellfarbenen Blüten als auch solche mit leuchtenden, intensiven Farben.

Gladiolen: Pflege

Gladiolen lieben sonnige Beete mit nahrhafter, humoser Erde. Gladiolen sind sehr durstig, im Beet genauso wie in der Vase. Sorgen Sie also immer für frisches Wasser. Sollen alle Blüten einer Ähre voll aufblühen, entfernen Sie die oberste Knospe. Wenn das Laub Ende Oktober vergilbt, graben Sie die Knollen aus und überwintern sie dunkel und frostfrei.

Gladiolen: Deko-Tipp

Gladiolen kommen in Bodenvasen besonders gut zur Geltung. Damit die kräftigen Stiele locker fallen können, sollte das Gefäß eine breite Öffnung haben. Man kann Gladiolen ohne Beiwerk verwenden, sie lassen sich aber auch gut mit anderen Sommerblumen, Gräsern oder dekorativen Blättern kombinieren. Schneiden Sie die Stiele, sobald die untersten Knospen Farbe zeigen.


Text: Thomas Heß

Blumen im Haus
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Gladiolen (Gladiosus-Hybriden) - Tipps
Gladiolen: Die wichtigsten Pflegetipps für Beet und Vase.
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Etwa 180 bei uns nicht winterharte Gladiolen-Arten beheimatet Südafrika. Die wenigen im Mittelmeerraum heimischen Gladiolen überstehen bei uns an warmen Plätzen sogar den Winter und können zu eleganten Kolonien verwildern.
Gladiolen: stolze Miss Wundertüte
Gladiolen: jede einzelne Blüte ist ein wahres Kunstwerk.
Gladiolen: Züchters Lieblinge
Kaum erreichten die ersten afrikanischen Gladiolen des 18. Jahrhunderts Europa, versuchten Züchter, ihnen durch Kreuzung ein Optimum an Wuchshöhe, Leuchtkraft und Blütengröße zu entlocken. Die Ergebnisse waren beachtlich. Großblumige Gladiolen (Hybriden), Vorgänger der heutigen Edelgladiolen, eroberten bald den Markt und verdrängten die bis dahin in Gärten gepflanzte heimische Gladiole (Gladiolus communis).
Topstars der Gladiolen waren damals über Jahrzehnte die als Genter Gladiolen bekannten Gandavensis-Hybriden. Neue Impulse gab im frühen 19. Jahrhundert ein gelb blühender Wildling (Gladi­olus primulinus), der das Sortiment der Gladiolen mit Lachs-, Orange- und Apricottönen bereicherte. Das wurde bald unübersichtlich, deshalb teilt man die besonders als Schnittblume begehrten Gladiolen, die Edel-Gladiolen, heute einfach in groß- und kleinblütige ein.
Gladiolen: stolze Miss Wundertüte
Gladiolen gibt es auch mit gefüllten Blüten.
Gladiolen: praktische Tipps
Kultiviert man Gladiolen im Garten, brauchen sie Sonne, durchlässigen Boden und während des Wachstums viel Wasser. Gepflanzt werden die frost­empfindlichen Knollen der Gladiolen ab Ende April 10 bis 15 cm tief. Achtung: Gladiolen nie an Stellen pflanzen, wo im Vorjahr bereits Gladiolen standen, der Boden ist dort müde. Hoch wachsende Gladiolen sichert man mit Stäben. Etwas kleiner, standfester und bunter sind Gladiolen der Butterfly-Hybriden.
Gladiolen: stolze Miss Wundertüte
Gladiolen in XXS: Babygladiolen Miniausgaben der Edelsorten.
Kleinblütige Babygladiolen wachsen nur etwa 50 cm hoch. Öffnen sich die unteren Blüten der Gladiolen, kann man je nach Sorte ab Juni Blumensträuße schneiden. Drei bis vier Laubblätter lässt man der Pflanze, damit die Gladiolen in ihren Knollen Nährstoffe einlagern können. Im Herbst nimmt man die Knollen der Gladiolen auf, schneidet vergilbte Blätter ab, säubert, trocknet und lagert die Knollen frostfrei. Wer Gladiolen in voller Länge für die Bodenvase schneidet, kann keine Knollen ernten, aber im nächsten Frühjahr einfach neue kaufen.
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