Rosen: Pflege & Profitipps

Rosen-Pflege für einen zauberhaften Garten: Es gibt nichts schöneres, als eine prachtvoll blühende Rose. Doch was tun, wenn Blätter Flecken bekommen und Insekten auf den Pflanzen das große Krabbeln proben? Wir haben hilfreiche Pflegetipps für Ihre Rosen.
Rosen richtig pflegen
In diesem Artikel
Rosen: Pflege bei Rosenzikaden
Rosen: Pflege bei Sternrußtau
Wer schlecht steht, der rostet
Rosen: Pflege bei Mehltau
Rosen: Pflege bei Lausbefall
Herberge "Zur Rose"
Wespen ohne Stachel

Rosen: Pflege bei Rosenzikaden

Auf der Oberseite sind die Blätter entlang der Adern fein weiß gesprenkelt. Verantwortlich sind Zikaden, die auf der Unterseite den Pflanzensaft saugen. Die Zikaden sehen Blattläusen ähnlich, sind aber deutlich schmaler. Auch deren Larven saugen bereits an den Blättern. Daneben erkennt man viele weiße Larvenhäute. Werden die Zikaden gestört, flüchten sie mit weiten Sprüngen. Die Tiere überwintern in der Rinde der Rosentriebe.

Die Rosen sollten ab Ende Mai regelmäßig untersucht werden, dann bei Bedarf mit Blattlausfrei von Neudosan oder Roxion von Celaflor spritzen. Zudem hilft eine Winterspritzung mit Mitteln auf Ölbasis.

Rosen: Pflege bei Sternrußtau

Auf den bodennahen Blättern sind ab Mai rundliche, gelbe, braune, später schwarz werdende Flecken zu erkennen. Der Rand der Flecken ist sternförmig ausgefranst. Berührt man die Blätter, fallen sie leicht ab. Verantwortlich ist ein Pilz. Die Rosen sind durch starkem Befall bei feuchter Witterung im Spätsommer kahl und ein möglicher Spätaustrieb im Herbst verholzt nicht mehr vor dem Winter, was die Pflanze frostempfindlich macht. Sternrußtau überwintert auf abgefallenen Blättern.

Maßnahmen: Bereits ab April mit einem zugelassenem Pilzmittel wie Saprol (Fachhandel) vorbeugend spritzen, und etwa alle zwei Wochen wiederholen. Kalibetont Düngen und vor allem das Fallaub entfernen. Das gehört in die Mülltonne, auf keinen Fall auf den Kompost. Eine Bodenabdeckung im Frühjahr kann den Befall vermindern.

Wer schlecht steht, der rostet

Wenn auf der Blattunterseite orangefarbene, stäubende Pusteln zu sehen sind, ist die Rose von "Rosenrost", einer Pilzkrankheit befallen.

Dieser Übeltäter hat besonders leichtes Spiel, wenn die Rose einen ungünstigen, feuchten Standort hat oder überdüngt ist.

Der Pilz überwintert auf dem Falllaub. Wichtig ist es daher, das alte Laub im Herbst zu entfernen. Außerdem sollten die Rosen abends nicht mehr zu gegossen werden. Werden die Rosen erfahrungsgemäß jedes Jahr befallen, spritzen Sie die Pflanzen ab Knospenaufbruch zur Vorbeugung wöchentlich mit einem Pilzmittel, z.B. Neudo Vital.

Rosen: Pflege bei Mehltau

Ein weiterer Pilz, der den Rosen das Leben schwer macht, ist der Mehltau. Auf den Oberseiten vor allem junger Blätter und auf den Knospen ist ein weißer, mehliger Belag. Er lässt sich leicht abwischen. Die Blätter und Blüten verkrüppeln, Blütenknospen öffnen sich nicht. Bei starkem Befall können auch die Blattunterseiten befallen werden. Damit die Sporen des Pilzes keimen können, reicht der nächtliche Tau. Das macht Mehltau auch bei trockenem Wetter zu einer gefährlichen Krankheit.

Wird der Mehltau-Befall erkannt, spritzen Sie in einwöchigem Abstand, z.B. mit Netz-Schwefelit von Neudorff.

Rosen: Pflege bei Lausbefall

Die Blätter sind deformiert, eingerollt oder gekräuselt. An den Triebspitzen und Blattunterseiten sitzen die grünlichen bis rotbraunen Tiere. Bereits erste Blattläuse sind ein Alarmzeichen und sollten bekämpft werden, bevor sich ganze Blattlaushorden über die jungen Blütenknospen hermachen. Die befallenen Pflanzenteile sind oft mit Honigtau überzogen, auf dem sich Rußtaupilze ansiedeln. Auf den Blattoberseiten findet man weiße Blattlaushüllen, die bei der Häutung der Tiere übrig bleiben. Bei starkem Befall werden die Blätter gelb und fallen ab.

Da Blattläuse im Garten viele natürliche Feinde haben, sollten nützlingsschonende Mittel bevorzugt werden, wie z.B. Spruzit. Achten Sie darauf, dass auch die Blattunterseite getroffen wird. Wirksam ist auch das "Rosenpflaster" von Scotts-Celaflor, das seinen Wirkstoff über die Rinde an die Pflanzen abgibt.

Herberge "Zur Rose"

Diese grünen, gelben oder rötlichen Gebilde sind so genannte Rosen- oder Schlafäpfel. Darin überwintern die blattschädigenden Larven der auf Rosen spezialisierten Rosengallwespe, die in erster Linie Wildrosen wie Hundsrose (Rosa canina), Hugo-Rose (R. hugonis), Weinrose (R. rubigunosa) und Glanzrose (R. nitida) befällt.

Mitunter sind solche Schlafäpfel auch auf treibenden Unterlagen von veredelten Rosensorten zu beobachten. Damit die Larven im kommenden Frühjahr keine Gelegenheit bekommen, sich zu verpuppen, sollte man im Winter alle mit Schlafäpfeln befallenen Rosentriebe unterhalb der Befallstelle abschneiden und vernichten.

Wespen ohne Stachel

Rosenblattwespen stechen zwar nicht, aber deren grünliche Larven haben die Rosenblätter zum Fressen gern. Und so sieht man an den Blattoberseiten von Juni bis August Schabe- und Fensterfraß: Die Larven lassen nur die Blattunterhaut stehen, sodass man im Gegenlicht durch das Blatt sehen kann.

Treten nur wenige Larven auf, können diese abgesammelt werden. Bei starkem Befall spritzen Sie mit Spruzit flüssig.

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