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Sommer, Sonne, Pflanzen gießen: Tipps zum Wässern

Der Sommer ist da! Bei der Hitze sehnen sich auch unsere Pflanzen nach einer Erfischung. Aber der Hobbygärtner weiß: Mit einer Gießkanne Wasser ist es nicht getan. Was Sie beim Gießen beachten müssen und wie Sie dabei Wasser sparen können, erfahren Sie hier.

Damit unsere Gartenpracht über den ganzen Sommer erhalten bleibt, müssen wir vor allem eines tun: richtigwässern. Aber worauf kommt es beim Wässern von Blumen und Pflanzen eigentlich an?

Wir beantworten fünf Fragen zum Thema Gießen und geben Tipps, wie Sie dabei Wasser und Geld sparen können.

Bei hochsommerlichen Temperaturen müssen wir mit Gießkanne und Gartenschlauch wässern.
Bei hochsommerlichen Temperaturen müssen wir mit Gießkanne und Gartenschlauch wässern.

1. Wie oft soll ich gießen?

Die oberste Regel lautet: lieber selten, dafür lange wässern!Rasen, Rosen und Rabattenpflanzen wollen ausreichend gegossen werden, damit das Wasser tief unter die Erdoberfläche eindringt und die Wurzeln erreicht. Bei nur oberflächiger Bewässerung ist die Feuchtigkeit schnell verdunstet, das Wasser vergeudet und die Pflanzen werden welk. Wer hingegen lange und direkt an der Pflanze wässert, garantiert, dass das Wasser auch tatsächlich dort ankommt, wo es gebraucht wird. Und erst wenn der Boden in zehn Zentimeter Tiefe feucht ist, lohnt sich der Wasserverbrauch.

Wenn gewäsert wird, dann bitte großzügig!
Wenn gewäsert wird, dann bitte großzügig!

2. Wann soll ich gießen?

Weit verbreitet ist die Auffassung am Abend zu gießen. Unser Tipp lautet aber: Gießen Sie früh morgens! Bis zur vollen Sommerhitze am Nachmittag ist das Wasser im Boden versickert, die Pflanzen können davon zehren. Gegen die Wässerung am Abend spricht, dass die Bodenoberfläche lange feucht bleibt. Das zieht Schnecken an. Auch Pilzerkrankungen wie der Falsche Mehltau können leichter übergreifen.

3. Wie gieße ich Balkonpflanzen richtig?

Balkonpflanzen müssen Sie häufiger gießen als Gartenpflanzen, denn in den Balkontöpfen ist nur wenig Erde – Wasser kann kaum gespeichert werden. Schnell ist es passiert, dass die Pflanzen über den Tag welken. Überprüfen Sie regelmäßig mit den Fingern, ob die Erde feucht genug ist.

Pflanzen mit kräftigen oder fleischigen Blättern sind balkongeeignet.
Pflanzen mit kräftigen oder fleischigen Blättern sind balkongeeignet.

Lange Freude an Balkonpflanzen haben Sie, wenn Sie folgendes beachten:

Wählen Sie robuste Pflanzen, die harte, kräftige oder fleischige Blätter haben, denn diese sind Trockenheit gewohnt bzw. speichern das Wasser im Blattwerk. Geranie, Fetthenne, aber auch Oleander oder Rosmarin sind balkongeeignet.

Tontöpfe regelmäßig wässern beugt dem Austrocknen vor.
Tontöpfe regelmäßig wässern beugt dem Austrocknen vor.

Bepflanzen Sie lieber einen großen, tiefen Blumentopf mit mehreren Pflanzen, anstatt einzelne Blümchen in kleine Töpfe zu pflanzen, denn mehr Erde speichert mehr Wasser.

Wenn Sie Tontöpfe verwenden, ist es wichtig, die Töpfe vor der Bepflanzung über Nacht zu wässern, und sie nach der Bepflanzung von Zeit zu Zeit ins Wasser zu halten, damit sich die Poren im Ton mit Wasser vollsaugen. Das hält die Blumenerde länger feucht.

4. Wie gieße ich Gartenpflanzen richtig?

Rasen & Co. haben im Sommer großen Durst. Der Grünfläche reicht dennoch eine Wässerung alle sieben bis zehn Tage – wenn sie ergiebig genug ist. Mindestens 15 Zentimeter tief sollte das Gießwasser eindringen.

Tipp: Überprüfen Sie die Einsickerung an einem Stück Boden, dass Sie nach der Wässerung pyramidenförmig ausstechen. Und wenn Sie während der Wässerung die Zeit stoppen, haben Sie für das nächste Mal einen Orientierungswert, wie lange das Wasser laufen muss.

Der Rasen muss nicht häufig, dafür aber umso intensiver gewässert werden.
Der Rasen muss nicht häufig, dafür aber umso intensiver gewässert werden.

Für die Wässerung von Rosen und Strauchpflanzen gilt, sie direkt um den Stamm herum zu gießen – wenn nötig auch in zwei Durchgängen, damit sich ausreichend Feuchtigkeit sammeln kann.

Wichtig: Lockern Sie den Boden um den Stamm regelmäßig mit einer Hacke auf! Kapillaren, also Kanäle, über die das Bodenwasser leicht verdunsten kann, werden zerstört, die Erde bleibt länger feucht. Auch ist die Erdoberfläche weniger verkrustet und Gieß- und Regenwasser sickert direkt in den Boden.

Übrigens: Die Erde bleibt auch dann länger feucht, wenn Sie den Boden mit Rindenmulch oder Kompost abdecken. Und wir raten zu Bodendeckern: Auch die halten direkte Sonneneinstrahlung ab und damit die Feuchtigkeit im Boden.

5. Wie kann ich gezielt Wasserkosten sparen?

Wasser sparen: Fangen Sie Regenwasser in Tonnen oder Zisternen auf! Mit dieser ‚natürlichen Wasserquelle’ können Sie Trinkwasser sparen und Ihre Kosten senken. Im Übrigen bekommt das abgestandene, leicht temperierte Wasser den Pflanzen sowieso besser als das zu kalte Leitungswasser.

Wer Regenwasser in einer Tonne auffängt, spart viel Wasser.
Wer Regenwasser in einer Tonne auffängt, spart viel Wasser.

Abwasser sparen: Die Balkonpflanzen zu gießen lässt die Abwasserrechnung nun nicht gerade explodieren. An den Geldbeutel geht es erst, wenn Sie mit Leitungswasser Ihren Rasen wässern oder einen Teich betreiben. Dafür bezahlen Sie nämlich auch Abwasserkosten, ohne jedoch den Service zu nutzen.

Das muss nicht sein: Die meisten Wasserwerke stimmen einer getrennten Abrechnung von Innen- und Außenwasserverbrauch zu. Da reicht es also, an dem Wasserhahn im Außenbereich einen Wasserzähler anzubringen – gängige Geräte gibt es im Baumarkt. Der Zähler muss lediglich geeicht sein. Informieren Sie sich vorab bei Ihrem Wasserwerk, welche Wasserzähler akzeptiert werden. Nach dem ersten Sommer haben Sie die Installationskosten bereits ausgeglichen.

Fotos: Sabrina Rothe


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