Magazin Die neue Flow ist da!

Ab sofort am Kiosk oder versandkostenfrei hier bestellen: die Juli-Ausgabe von Flow.
Flow Cover Ausgabe 51

https://www.zeitfuerschoenes.de/flow_heft_51.html

 

Das sind die Themen in der neuen Flow:

// Zu sich selbst finden: Wie wir in stürmischen Zeiten erkennen, was am besten zu uns passt

// Der Sinn des Grübelns

// Entspannung finden beim Ausmalen

// Vom Glück des Schwimmens in freier Natur

// Viel mehr als ein Selfie: die #toonme-Challenge

// Lebenslauf-Interview: Christopher Germer

// Porträt: Hedy Lamarr

// Achtsamkeit für jeden Tag: sich achtsam lieben

// Saudade: über ein Wort und seine Bedeutung

// Wie lesen uns bei Liebeskummer, Zukunftssorgen und Bluthochdruck hilft

// Papierextras: Sommerliche Tattoos & Postkarten

 

Flow Cover Ausgabe 51
Die neue Flow ist da!
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Sich selbst verzeihen - Editorial aus der neuen Flow

Ich trauere. Um das, was war, was weg ist und vermutlich so schnell nicht mehr wiederkommt. Wer weiß, vielleicht sieht ja schon wieder alles ganz anders aus, wenn dieses Heft erscheint. Aber gerade frage ich mich: Wird es überhaupt wieder so, wie es einmal war? Ich vermisse die Unbeschwertheit, mit der ich mich einfach so durch mein Leben bewegt habe, mit der ich Freunde traf, sie zur Begrüßung umarmte. Die Leichtigkeit, mit der ich einkaufen ging, Bus fuhr und morgens in die Redaktion radelte, um dort mit den Kolleginnen kreativ zu sein. Ich sehne mich danach, einfach in einem Café zu sitzen, spontan ins Restaurant zu gehen und zu reisen. Was auch immer ich mache, es fällt mir sofort auf, was nicht mehr geht, was nicht mehr stimmt. Es ist ein allgegenwärtiges Gefühl von "etwas vermissen".

 

Und während ich hier so sitze, an meinem provisorischen Schreibtisch, der in einer Ecke unserer Wohnung klemmt, frage ich mich: Warum sehe ich nur, was abwesend ist – und nicht das, was ich gewonnen habe? Gemeinsame Mittagessen mit der Familie, tägliche Spaziergänge, Fahrradtouren am Wochenende, tagsüber auf dem Balkon in der Sonne zu sitzen und zu lesen, Stille mitten in der Stadt, Menschen ohne Eile, echte Blickkontakte auf der Straße, mehr Zeit.

 

Ich sollte nicht klagen, ich weiß ... Da ist so viel Schönes, was ich zurzeit erlebe. Aber es schmerzt trotzdem. Ich habe all das, was ich vermisse, nicht freiwillig aufgegeben. Und darum habe ich beschlossen: Ich darf das gemein finden. Es ist okay zu trauern, zu weinen und auch wütend zu sein. Ja, dann pampe ich manchmal auch meine liebsten Menschen an und bin ungerecht. Das gehört dazu. Es gehört zu der Veränderung, die wir alle gerade durchmachen. Ich werde mir das nachsehen, werde ein bisschen freundlicher zu mir sein. Denn mir macht das alles Sorgen und ich bin verunsichert. Aber ich bin gleichzeitig auch aufmerksamer und offener für Neues ge-
worden. Das macht mich glücklich. Und das darf ich eben auch sein.

 

Herzlich, eure Sinja

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