Magazin Die neue Flow ist da!

Ab sofort am Kiosk oder hier bestellen: die neue Ausgabe von Flow mit Frida Kahlo auf dem Cover und folgenden Themen im Heft.
Flow Magazin

https://www.zeitfuerschoenes.de/flow-heft-43.html

// Wie wir uns gegenseitig stark machen

// Selbstbild: Warum es so guttun, falsche Vorstellungen von sich loszuwerden

// Kleine Fluchten: Abenteuer vor der Haustür

// Entspannen: Locker werden durch Zittern

// Mikroabenteuer: diese Erlebnisse warten vor der Haustür

// Lebenslauf-Interview: Nova Meierhenrich

// Grünes London: Ruhe finden in der Metropole

// Papierextras: Musterpapier zum Basteln und ein Reflektionsbüchlein

 

"Ich bin hier. Und ich bin genauso seltsam wie du.“ Das Zitat von Frida Kahlo ist der Leitsatz dieser Ausgabe von Flow mit dem Titelthema „Wie wir uns gegenseitig stark machen“. Weitere Themen in der Ausgabe: Schiefes Selbstbild ade – Wie wir uns von alten Vorstellungen lösen und Neues beginnen. Außerdem im Heft: Mini-Abenteuer – Was wir direkt vor unserer Haustür alles erleben können. Unsere Papiergeschenke in der Ausgabe: Ferienbüchlein & Muster-Papier zum Basteln.

Nicht das Ende - Editorial aus der neuen Flow

Wenn man anfängt, in der Liebe aufzurechnen, ist es das Ende. Wir waren 21, als eine Freundin das zu mir sagte. Und wir waren uns beide sicher: Genau so ist es. Heute bin ich älter, verheiratet, habe zwei Kinder und weiß: Es ist nicht das Ende, sondern der Anfang. Eines Streits, einer langen Phase des Vorwurfes oder der stillen Verletzung und der inneren Monologe. Wir lassen uns Freiräume. Jeder kann Freunde treffen, Sport treiben oder für ein Wochenende mit alten Schulfreund*innen verreisen. Darum geht es nicht. Es geht um den Moment der Rückkehr. Wenn ich nach Hause komme ins Chaos, nichts erledigt wurde, keine Wäsche gewaschen, nicht aufgeräumt .... Dann bin ich innerlich sofort auf 180, erledige demonstrativ, was Mann und Kinder nicht getan haben, und schmolle.

 

Neulich nun kam ich nach einem Tag in der Redaktion nach Hause, übernahm die Kinder, und der Mann ging zum Sport. Ich kochte, diktierte ein Übungsdiktat, leerte Schulranzen, brachte ins Bett und las vor. Und dann kam der Mann zurück und war sauer: keinen Salat geputzt und das Geschirr vom Kinderessen noch auf dem Tisch – Vorwürfe, Grollen, Schweigen. Es brauchte eine Weile, bis ich denken konnte: Warum erwarten wir eigentlich, wenn wir unterwegs sind, dass das Leben zu Hause so läuft, als wären wir dort? Nein, wir erwarten sogar, dass es besser und schneller läuft. Wir hoffen, dass nach unserer Rückkehr die ganze Wohnung aufgeräumt ist, obwohl wir nur zwei Stunden beim Sport waren - und sind enttäuscht, dass der Partner einen anderen Plan hatte. Dass er vielleicht auch einfach lesen wollte oder Kinder ihn ablenkten oder ein Freund angerufen hat. Als mein Mann so sauer reagierte, war ich verletzt und fühlte mich nicht gewertschätzt. Er sagte später, ihm sei es auch so gegangen. Ich habe mir vorgenommen, das nächste Mal zu fragen, was er vorhat, wenn ich zum Sport gehe oder ins Wochenende fahre. Und nicht zu erwarten, dass er tut, was ich getan hätte. Denn letztlich ist es nur der Abend nach dem Sport oder einem Wochenende - und nicht das Ende.

 

Herzlich,

 

Sinja

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