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Raus aus der Zeitschleife - Editorial aus der neuen Flow

Manchmal komme ich mir vor wie in einer Zeitschleife gefangen: Jeden Tag sage ich fast identische Sätze, reagiere auf sich nur in Nuancen unterscheidende Ereignisse mit der immer gleichen Ungeduld, dem immer gleichen Ärger – oder, an guten Tagen, auch mal mit einem Lachanfall. Jeden Morgen wiederhole ich die Worte "aufstehen, anziehen, zum Frühstück kommen" ebenso häufig wie abends Sätze wie „geh bitte Zähne putzen“, "hast du die Hausaufgaben gemacht?" und "stell den Teller in die Spülmaschine". Aber diese Alltagswiederholungen sind nicht das eigentliche Problem. Was mir wirklich zu schaffen macht, sind die Momente, in denen ich tue, was ich immer tue, ohne die Chance auf Veränderung zu nutzen – und das wider besseres Wissen. Da ist zum Beispiel die Freundin, der ich sagen müsste, dass sie nicht immer mehr versprechen soll, als sie halten kann. Stattdessen notiere ich Verabredungen, wohl wissend, dass sie sie nicht einhalten wird. Und noch bevor der Termin verstreicht, bin ich eigentlich schon ärgerlich. Auf die Freundin. Aber noch viel mehr auf mich selbst – und drehe wieder eine Runde in meiner Zeitschleife.

Neulich fiel mir in so einer Situation der Film "Und täglich grüßt das Murmeltier" ein. Furchtbarer Titel, aber der Film ist klasse: Phil erlebt denselben Tag immer und immer wieder. Jeden Morgen um sechs Uhr wacht er auf und alles verläuft genau wie am Tag davor, er trifft dieselben Menschen, durchlebt dieselben Situationen. Irgendwann beginnt er, die Dinge anders zu machen, Neues zu probieren. Er küsst die Kellnerin, gibt dem alten Schulfreund einen Kinnhaken, lässt sich vom Laster überfahren. Was anfangs wie ein Spiel wirkt, wird immer ernster: Phil versucht, ein anderer Mensch zu werden. Wirklich zuzuhören, Anteil zu nehmen und mitzufühlen. Am Ende darf er weitergehen – in den nächsten Tag. Denn
er hat endlich alles richtig gemacht.

Puh, immer wieder von vorne, bis ich alles richtig mache – das kann dauern. Vielleicht ist das aber auch nicht das Ziel. Vielleicht reicht der Versuch, die Dinge ein bisschen besser zu machen, jeden Tag. Und plötzlich ist die Zeitschleife keine lähmende Dauerwiederholung, sondern ein heiterer Tanz durch die launische Musik des Lebens.

Herzlich,

Sinja

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