Titel Spontaner leben, glücklicher sein

Pläne geben dem Leben Struktur. Aber wenn wir spontan sind, fühlen wir uns lebendiger, sind kreativer und widerstandfähiger. Wie wir durch Spontanität lernen, mit Veränderungen gelassener umzugehen. Geschrieben von Christiane Würtenberger
Spontaner leben, glücklicher sein

Im letzten Spätsommer habe ich mich mitten in der Woche spontan ins Auto gesetzt und bin 300 Kilometer gefahren, um einer Freundin zum Geburtstag zu gratulieren. Es war die Zeit zwischen den Lockdowns, eine Party war nicht drin. Also kam ich als Überraschungsgast. Natürlich war der Kurztrip stressig, aber in erster Linie fühlte ich mich selbstbestimmt, glücklich und frei. Und fragte mich: Warum mache so etwas nicht öfter?

Gelassener reagieren

„Beidhändig unterwegs sein“, nennt die Trainerin und Impro-Schauspielerin Lotte Lottmann es, wenn man sich traut, spontan zu handeln. Sie ist Geschäftsführerin des Improvisationstheaters „Die Spieler“ in Hamburg und weiß: Wer Spontaneität übt, der sieht in unerwarteten Situationen mehr Handlungsmöglichkeiten – eine wichtige Fähigkeit in Krisenzeiten. 

Gerade erleben wir ja fast täglich unvorhersehbare Herausforderungen: Ob technische Probleme während der Videokonferenz, Kinder, die mal zur Schule gehen und mal nicht, Jobsorgen, abgesagte Urlaubsreisen, Einsamkeit, ständig neue Alltagsregeln … Spontanität kann uns helfen, gelassener zu reagieren, offener nach Lösungen zu suchen, weniger Angst zu haben.

Quelle der Kreativität

Oft ist es die Sorge vor Blamage, die uns am Spontansein hindert, glaubt der Psychologe und Zukunftswissenschaftler Ulrich Reinhardt, der an der FH Westküste in Heide lehrt. Er sagt: „Um spontan zu sein, bedarf es einer gewissen Grundeinstellung. Man muss mit sich im Reinen sein, darf nicht darüber grübeln, was andere wohl tun würden oder über einen denken.“ Reinhardt meint, dass Spontaneität deshalb eine Quelle für Kreativität ist und dass sie uns helfen kann, authentischer zu sein. Denn wer spontan ist, der habe wenig oder keine Zeit für Taktik oder die Frage, ob er selbst eine gute Figur abgibt. 

Du möchtest wissen, wie es weitergeht? Den vollständigen Artikel liest du in Hygge-Ausgabe No. 24.