Natur Tschüss, Garten

Wir lassen dich jetzt zur Ruhe kommen und machen dich und deine Bewohner bereit für den Winter. Auf ein Wiedersehen im nächsten Jahr!
Tschüss, Garten

Weil man Bäume jahrhundertelang ver­ehrt hat und sie für kultische Rituale, als Predigt- oder Gerichtsstätte nutzte, findet man heute die ältesten Bäume des Landes meistens im Dorfkern oder in der Nähe von Schlössern, Kirchen und Klöstern. Eiben überstehen die Jahrhunderte dabei am besten: Weil sie giftig sind, werden sie so gut wie nie von Schädlingen befallen.

Tschüss, Garten: Laub harken

"Der Igel streift durchs nasse Gras, gestern hier er noch ne Schnecke fraß" Beliebtes Kindergedicht

Rote Blätter fallen. Graue Nebel wallen, kühler weht der Wind

"Herbstlied" von Johann Gaudenz Freiherr von Salis-Seewis (1762–1834), Schweizer Dichter

Gut zu tun & gut zu wissen

Schon mal von gebackenem Igel in Lehmkruste gehört? Das gab es wirklich. Wie so oft angeblich schon bei den alten Römern. Doch auch die Bewohner von Altstadt im Westerwald sollen im 19. Jahrhundert aufgrund einer Hungersnot auf den Igel und so aufs "Ischeläsen" gekommen sein. Statt Igelschmaus bauen wir dem Igel aber lieber ein Haus.

Tschüss, Garten

Für ihren Winterschlaf benötigen Igel einen trockenen und versteckten Unterschlupf. Den suchen sie sich zwar oft selbst, etwa einen Haufen aus altem Holz, Laub und Reisig, aber man macht es dem kleinen Gast mit einem Igelkorb aus Weide leichter, sich zur Ruhe zu begeben. Und so geht’s: Das Igelhaus mit dem Eingang nach Süden oder Osten ausrichten und mit trockenen Blättern aus­legen. Dann oben auf den Korb erst Laub, darüber eine Kunststofffolie und zum Schluss einige Zweige und Blätter schichten – der Eingang bleibt dabei frei.

Tschüss, Garten: Blumenzwiebeln

Tulpen, Narzissen, Zierlauch, Hyazinthen – wer im Frühling Farben im Garten sehen will, muss im Herbst säen. Wichtig sind die richtige Pflanztiefe ­ und der Standort. Beim Einpflanzen hilft eine simple Regel: Man orientiert sich an der Zwiebelgröße. Ist sie etwa vier Zentimeter hoch, setzt man sie dreimal so tief in die Erde hinein, sprich zwölf Zentimeter. Das ist besonders wichtig bei Pflanzen, die schwere Blüten tragen, da sie sonst abknicken. Und: Tulpen und Narzissen sind am besten an sonnigen und sandigen Plätzen aufgehoben.

Dunkel war alles und Nacht. In der Erde tief, die Zwiebel schlief, die braune

aus: "Die Tulpe" von Josef Guggenmos, deutscher Kinder-Lyriker

Tschüss, Garten: Pflanzschilder

Neigt man selbst eher zum Eichhörnchen-Gedächtnis, lohnt sich die Anschaffung von Pflanzschildern, dann weiß man im Frühjahr, was man wo im Herbst gepflanzt hat. Eine „1“ steht etwa für Hyazinthen, „3“ für Tulpen. Die Reihenfolge notiert man sich möglichst, sonst war die Mühe umsonst. Auf Flohmärkten findet man mit Glück schöne Vintage-Schilder, oder man stellt die Pflanzstäbe selbst her. Das geht leicht mit Koch­löffeln aus Holz, die man bemalt und beschriftet, oder aus altem Besteck, in das man die Namen der Pflanzen stanzt.

Tschüss, Garten: Laub harken

Liegen lassen oder harken? Das ist hier die Frage, und die Antwort darauf lautet: Kommt darauf an. Vom Rasen sollte man das Laub auf jeden Fall entfernen, und zwar am besten direkt in die Büsche und auf die Beete harken, um dort die Natur machen zu lassen. Blätter, die den Herbst und Winter über verrotten, geben nämlich tollen Dünger ab, weil sie voller Nährstoffe sind. Außerdem bieten sie nützlichen Insekten ein gutes Versteck und schützen die Pflanzen bei Frost vor dem Erfrieren. Und auch der Kompost freut sich über etwas Laub.

Essen

Im Gegensatz zu den Zwiebeln von Narzissen oder Tulpen sind manche Blumenzwiebeln tatsächlich essbar, etwa die der Tigerlilie. Und in Apulien gehören die Zwiebeln einer wilden Hyazinthenart, die reich an Mineralstoffen sind, traditionell in die Küche.