Rezept Schwäbischer Zwiebelkuchen

Aus Hygge 05/2018
Zutaten
Für 12 Stücke

    Für den Hefeteig:

  • 500 g Mehl
  • 1 Würfel frische Hefe, 

    (42 g)

  • 250 ml Milch
  • 2 Tl Zucker
  • 2 Eier, 

    Kl. M

  • 5 El Öl
  • Salz
  • Für die Füllung:

  • 4 El Öl
  • 1.5 kg Zwiebeln
  • 250 g Speckwürfel, 

    roh

  • 4 Tl Kümmelsaat
  • 300 g saure Sahne
  • 4 Eier, 

    Kl. M

  • Pfeffer, 

    aus der Mühle

  • Salz
  • 1 Bund Schnittlauch, 

    in feine Röllchen geschnitten

Zubereitung
Zwiebelkuchen Step

Mehl in eine Schüssel sieben, eine Mulde in die Mitte drücken und Hefe hineinbröckeln. Mit 4 EL Milch und 1 TL Zucker einen Vorteig rühren. Zugedeckt an einem warmen Ort ca. 15 Min. gehen lassen. Dann restliche Milch, restlichen Zucker, Eier, Öl und 1 Prise Salz unter den Vorteig mischen und zu einem Teig verkneten. Zugedeckt ca. 30 Min. gehen lassen.

Zwiebelkuchen Step

Zwiebeln pellen, in feine Ringe schneiden und in Öl glasig andünsten. Speck und Kümmel dazugeben und ca. 5 Min. mit anbraten. Alles in eine Schüssel geben, auskühlen lassen.

Zwiebelkuchen Step

Saure Sahne mit Eiern, Salz und Pfeffer verquirlen, zu Zwiebeln und Speck geben und dann vermengen. Den Ofen auf 180 Grad vorheizen (Umluft 160 Grad). Teig auf bemehlter Arbeitsfläche 5 mm dick rund ausrollen. In eine geölte Springform legen (26 cm ø) und einen Rand hochziehen. Teigboden mit der Gabel einstechen, die Zwiebelmasse daraufgeben. Zwiebelkuchen auf mittlerer Schiene ca. 45 Min. goldbraun backen.

Zwiebelkuchen Step

Fertigen Zwiebelkuchen ca. 15 Min. auskühlen lassen. In Tortenstücke geschnitten und mit Schnittlauchröllchen servieren.

Ninas Tipps: "Für eine vegetarische Variante des Zwiebelkuchens ersetze ich den Speck durch Kräuter. Je 1/2 Bund Petersilie, Schnittlauch und Kerbel in die Eimasse geben und mitbacken. Falls es schnell gehen soll, kann man den selbst gemachten Teig durch eine Vollkorn-Backmischung ersetzen."

Mein Rezept: Zwiebelkuchen von Redakteurin Nina

Kein Herbst ohne selbst gemachten Zwiebelkuchen, sagt Redakteurin Nina:

"Zwiebelkuchen kauften wir früher immer an einem Marktstand auf dem Herbstfest in meiner süd­deutschen Heimat. Noch lauwarm duftete er nach Speck und Kümmel. Er war saftig und schmeckte würzig. Einen so meisterlichen Kuchen zu backen, das dauert bestimmt eine Ewigkeit, dachte ich mir damals als Kind. Bis die Sehnsucht vor ein paar Jahren immer größer wurde: Ich war nach dem Abi in eine andere Stadt gezogen, in der es weder ein Herbstfest noch meinen geliebten Zwiebelkuchen gab. Ich musste also selbst aktiv werden. Eine Küchenmaschine hatte ich zu Studentenzeiten noch nicht, deshalb schnitt ich die 1,5 Kilo Zwiebeln von Hand in feine Ringe. Kein Vergnügen, ehrlich gesagt. Aber mit guter Musik etwas erträglicher. Mit dem ersten Bissen in den fertig gebackenen Kuchen fühlte ich mich entschädigt – und wieder wie auf dem Herbstfest in meiner alten Heimat. Später erfuhr ich, dass es gut war, dass ich keine Küchenmaschine hatte. Beim Zwiebelkuchenbacken gibt es zwar allerlei Varianten, aber doch eine Regel: Die Zwiebeln von Hand schneiden, sonst werden sie matschig – und am Ende suppt der ganze Kuchen. Diesen Tipp hat mir übrigens die Bäckerin vom Herbstfest verraten."