Titel Mit weniger Plastik leben

Ist das nicht sehr kompliziert? Im Gegenteil, findet HYGGE-Autorin Christiane Würtenberger. Sie probiert seit einem halben Jahr, weniger Müll zu verursachen. Und sie hat mit Expertinnen darüber gesprochen, wie sich unser Leben zum Guten verändern kann, wenn wir anders konsumieren.
Plastikfrei leben

Heute morgen habe ich mein Müsli zum ersten Mal mit selbst gemachtem Sojajoghurt gegessen – weil man den fertig nur im Plastikbecher kaufen kann. Da ich nicht einmal eine Joghurtmaschine habe, war ich von dem Ergebnis doppelt begeistert: Die Konsistenz war cremig, und geschmeckt hat der Joghurt auch besser als der aus dem Supermarkt. Dabei wusste ich bis vor ein paar Tagen gar nicht, dass es so leicht ist, Joghurt herzustellen.

Das Thema Müllvermeidung hat das Öko-Image längst abgelegt.

Seit ich versuche, Müll zu vermeiden, mache ich viele gute, neue Erfahrungen: Richtig klasse finde ich zum Beispiel die Körpercreme, die eine Freundin mir geschenkt hat – sie hat sie aus Sheabutter und Olivenöl zusammengemixt. Und ich weiß jetzt, wie weich eine Jeans aus Biobaumwolle ist.

Schritt für Schritt auf Plastik verzichten

Ich fühlte mich unwohl, wollte was tun. Die Bilder von Sandstränden voller Müll und von toten Walen, die zu viele Plastiktüten gefressen hatten, erschreckten mich. Eigentlich hatte ich schon lange keine Lust mehr auf in Plastik verpackten Käse, Orangen im Netz und Reis in Tüten. Aber ich wusste auch nicht so recht, wie und wo anfangen. Als mich dann sogar mein 80-jähriger Vater fragte, ob ich für ihn mal im Internet einen Unverpackt-Laden suchen könnte, war es endlich so weit. Ich stellte fest, dass es bei uns in der Nähe schon mehrere gibt, und wir beschlossen, mit Gläsern und Dosen ausgestattet, dort einmal gemeinsam einkaufen zu gehen. Auf Instagram suchte ich zudem nach Accounts, die sich mit Plastikvermeidung beschäftigen. Und fand gleich einen beruhigenden Ratschlag, bei dem sich alle Plastikfrei-Expertinnen einig sind: Man geht am besten Schritt für Schritt vor und verbannt nicht sofort alles Plastik. Denn dann muss man zu viele Probleme auf einmal lösen und ist nur frustriert.

Ihr möchtet wissen, wie es weitergeht? Den vollständigen Artikel findet ihr in der aktuellen Ausgabe von HYGGE No. 12.