Bikes of Burden - Lastentaxis in Asien

Fotograf Hans Kemp lebt seit vielen Jahren in Asien und hat mit seinem wunderschönen Bildband „Bikes of Burden – Lastentaxis in Asien“ ein ultimatives Kultbuch für Mopedfans und Asienreisende herausgebracht. „Ich habe mich nicht getraut, damals über die Straße zu gehen,“ erinnert sich Hans Kemp an seinen ersten Besuch in Vietnam. „Tausende Mopeds bildeten eine undurchdringliche, tosende Wand“, schreibt Kemp in seinem Buch über seine erste Begegnung mit den Mopeds von Saigon (Ho-Chi-Minh-Stadt).
Die Zweiräder sind in Asien und vor allem in Vietnam das wichtigste Transportmittel. Autos sind unerschwinglich teuer. Europäer finden diese voll beladenen Lastentaxis ziemlich amüsant. Doch Vietnamesen verstehen nicht, was daran so witzig ist. Sie transportieren schließlich nur ihre alltäglichen Waren auf ihren Zweirädern.
Berge von Plastikflaschen, Hühner, Blumenschmuck, Goldfische, Fässer, frisch gefangene Haifische, geschlachtete Schweine oder eine Ladung roher Eier – alles kommt mit aus Moped, übereinander gestapelt und fest verzurrt. Ganze Familien nehmen auf einem kleinen Moped Platz. Die einzige gültige Vorschrift lautet: Das Moped muss noch fahren können.
 Bikes of Burden - Lastentaxis in Asien
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Der alltägliche Wahnsinn auf zwei Rädern regelt sich dabei ganz von selbst. Die großen Katastrophen, die man angesichts der Fotos von Kemp förmlich schon vor sich sieht, bleiben aber in der Regel aus.
Hans Kemp lässt in seinem Buch die Bilder für sich alleine sprechen. Ganz nebenbei hat der Fotograf aber auch dem „Cheap Urban Bike“, dem meistgebauten Kraftfahrzeug der Welt, ein kleines Denkmal gesetzt.
Das lässige Outfit der Fahrer – Shorts und Sandalen, findet übrigens hier auch keiner gefährlich. Über eine Motorradmontur mit Helm, Lederkluft und Handschuhe, wie sie in Deutschland Vorschrift ist, würden sich Vietnamesen dagegen ziemlich amüsieren.
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