NEUHEITEN Was Sonnenschutz jetzt können muss

Dass Sonnenschutzprodukte Sonnenbrand verhindert, ist klar. Dass sie bisher kaum vor Langzeitschäden schützten, wissen die wenigsten. Wir erklären, was eine neue EU-Empfehlung bedeutet und welche Produkt-Innovationen wirklich sinnvoll sind.
Was Sonnenschutz jetzt können muss
Was Sonnenschutz jetzt können muss
Früher griff man in der Drogerie zu Bräunungsöl, vor einigen Jahren zu Sonnenschutz mit LSF 4 oder 6, mittlerweile sind Produkte mit LSF 10 bis 20 üblich. So weit, so simpel. Aber um die Wirkung von Sonnenschutzmitteln auch zu verstehen, muss man Licht ganz nüchtern physikalisch betrachten. Lichtschutzfilter in Sonnencremes schützen immer nur vor einem ganz bestimmten Strahlenspektrum. Für einen möglichst umfassenden Schutz werden deshalb pro Produkt oft mehrere Filter kombiniert.
Der angegebene Lichtschutzfaktor bezog sich bisher vor allem auf UVB-Strahlen, die akuten Sonnenbrand verursachen. Jedoch bedeutete ein hoher LSF nicht, dass man auch ausreichend vor UVA-Strahlen geschützt war, die die Haut langfristig schädigen und u. a. für eine frühe Hautalterung verantwortlich sind.
Seit diesem Sommer setzt eine neue EU-Empfehlung den UVA-Schutz in Relation zum Lichtschutzfaktor, d.h. der UVA-Schutz muss nun mindestens ein Drittel des angegebenen Lichtschutzfaktors betragen. Auf Produkten, die diese Empfehlung erfüllen, ist der Schriftzug "UVA" mit einem Kreis gekennzeichnet.
Der so genannte "Australische Standard", der bisher für den Schutz vor UVA-Strahlen galt, bedeutete, das mindestens 90 Prozent der UVA-Strahlen absorbiert werden mussten. Diese 90 Prozent sind jetzt das Minimum, bei sehr hohem LSF ist der UVA-Schutz noch höher.
Ganz neu sind Sonnencremes, die nicht nur vor den Strahlungsspektren von UVA- und UVB-Strahlen, sondern darüber hinaus auch vor Infrarot-Strahlen schützen (z.B. die "Anthelios"-Serie von Roche-Posay oder "daylong"-Produkte von Spirig).
Und falls Sie bisher der Glanz, umständliches Eincremen oder ein weißer Film auf der Haut störten, gibt es auch dafür neue Produkte: matte Texturen fürs Gesicht (z.B. "Mikro Fluid matt" von Vichy), fettfreie, transparente Produkte, die keine Rückstände hinterlassen (z.B. die "Light Feeling"-Serie von Nivea) und Sonnensprays, die aus allen Winkeln gesprüht werden können und somit im Handumdrehen auch den sonst schwer erreichbaren Rücken schützen (z.B. "Active Long Lasting Spray" von Piz Buin oder "Body Spray" von Clinique).
Für alle gilt: Seien Sie wählerisch. Nur wer seinen Lieblings-Sonnenschutz gefunden hat, cremt freiwillig und regelmäßig nach. Und das wird Ihnen Ihre Haut danken.
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