Einrichtungstipps von Tricia Guild

Entscheiden Sie Grundsätzliches vorab. Bevor Sie eine Wohnung oder ein Haus neu einrichten, überlegen Sie sich Folgendes: Mit welchem Stil fühlen Sie sich am wohlsten? Mögen Sie zeitgemäßes Design oder Antiquitäten? Gefällt Ihnen ausschließlich das eine oder das andere? Bevorzugen Sie schlichte oder gemusterte Wände? Verspielte Muster oder eher grafische? Wenn diese Entscheidungen gefallen sind, kann man Räume viel besser aufeinander abstimmen und die Auswahl fällt leichter.
Machen Sie Stoffe zu Ihrem Farbberater – und verwenden Sie die Töne eines schönen Musters.
Wenn Sie einen Raum gern in schönen Farben einrichten möchten aber unsicher sind, welche zusammen passen, behelfen Sie sich mit einem gemusterten Kissen, das Ihnen gut gefällt. Angenommen, es hat Streifen in sechs Farben – dann wirken diese Farben auch in einem Raum harmonisch. Wichtig: Lassen Sie die Töne auch unifarben wieder auftauchen – also z.B. unifarbene Gardinen zu gemusterten Kissen. Ist alles gemustert, wirkt das Zimmer überladen.
Setzen Sie im Flur auf kräftige Wandfarben oder Mustertapeten.
Keine Angst: Dadurch, dass Flure reine Durchgangszimmer sind, sieht man sich auch an auffälligen Farben und Mustern nicht so schnell satt. Aber da Flure den ersten Eindruck einer Wohnung vermitteln und wie eine Visitenkarte wirken, sollte man selbst kleine Flure charakteristisch gestalten.  Also seien Sie ruhig mutig!
Wählen Sie für niedrige Räume eine weiße Decke und einen Deckenstrahler, wenn Sie Mustertapeten einsetzen möchten.
Denn eine weiße Decke lässt den Raum höher wirken. Ein Deckenstrahler hebt die Decke zusätzlich optisch an. Und hängen Sie trotz auffälliger Muster ruhig Bilder an die Wand! Wichtig ist nur, dass die Rahmen stilistisch und farblich mit dem Tapetenmuster harmonieren.
Testen Sie Wandfarben im Kunst- und Tageslicht.
Je nach Lichtquelle wirken Farben ganz unterschiedlich. Um unschöne Überraschungen zu vermeiden, streichen Sie am besten ein Stück weiße Tapete und prüfen die Farbe im Tageslicht und abends bei Beleuchtung in dem Raum, der im entsprechenden Ton gestrichen werden soll. Aber lassen Sie sich bei kräftigen Tönen nicht von einer Farbprobe abschrecken, wenn sie an der Wand hängt. Kleine, farbig gestrichene Flächen wirken immer besonders auffällig und ziehen die Blicke auf sich. Ist aber erstmal die Wand oder der ganze Raum gestrichen und hängen ein paar Bilder, wird die Wandfarbe einfach ein Teil der Atmosphäre.
Lassen Sie eine Farbe in jedem Stoff auftauchen, wenn Sie verschiedene Muster mixen.
Angenommen, Sie verwenden einen gemusterten Stoff, einen mit Streifen und einen mit Karos. Dann ist es für ein stimmiges Gesamtbild wichtig, dass sich ein bis zwei Farben aufeinander beziehen, also in den verschiedenen Mustern wieder auftauchen. Achtet man darauf, wirkt der Mix harmonisch.
Achten Sie bei Naturtönen auf Kontraste!
Ist ein Zimmer komplett in hellen Getreide-, Sand- und Brauntönen eingerichtet, kann das recht langweilig wirken. Also setzen Sie Akzente! Zum Beispiel mit dunklem Schokoladenbraun oder Schwarz in Form von grafischen Prints oder Blockstreifen. Auch schön: Accessoires mit unterschiedlichen Oberflächen, z.B. glänzende Seiden- und matte Samtkissen, die den Mix vielfältig machen.
Setzen Sie Gardinenschals asymmetrisch ein – das wirkt moderner.
Hängen Sie zum Beispiel links einen bunt gemusterten Gardinenschal auf und rechts einen schwarz-weiß gestreiften. Oder hängen Sie auf einer Seite zwei verschiedene Vorhänge hintereinander  – zum Beispiel einen gemusterte Gardine, hinter der ein unifarbener Stoff hervorblitzt. Auf der anderen Fensterseite hängen Sie nur den gemusterten Gardinenschal auf und lassen die unifarbene Gardine weg. Solche Asymmetrien machen einen Raum interessanter.
Nutzen Sie Musterstoffe, um Räumen schnell einen neuen Look zu geben.
Am schnellsten gelingt eine Veränderung mit Stoffen. Zum Beispiel, indem man für ein schlichtes Schlafzimmer gemusterte Vorhänge oder einen gemusterten Bettüberwurf besorgt. Dadurch entsteht sofort eine neue Atmosphäre. Ansonsten gilt: Behalten Sie die Einrichtungsgegenstände, die Sie mögen – und tauschen Sie nur die anderen aus.
Text: Julia Klöpper, Foto: Designers Guild (1), Julia Klöpper (1)
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