Neue Kennzeichnungen für Leuchten

Ab sofort dürfen in der EU keine Glühlampen über 60 Watt mehr verkauft werden. Energiesparlampen sind eine Alternative. Und auch für die gibt es seit dem 1. September eine Neuerung: Sie müssen ausführlich gekennzeichnet sein. Wir erklären die neuen Verpackungsangaben.Was steckt hinter den Bezeichnungen?
Ab sofort müssen Leuchtmittelhersteller europaweit ihre Produkte mit umfassenden Angaben zum Beipiel zu Lichtfarbe und Energieverbrauch kennzeichnen. Die Angaben auf den Energiesparleuchten sind ungewohnt und nicht auf den ersten Blick zu verstehen.
  • Energieeffizienzklasse. Die Skala reicht von A für den besten Wert bis G für den schlechtesten. Energiesparlampen gibt es in den Energieeffizienzklassen A bis C.
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  • Lumen (lm) statt Watt. Die Wattzahl ist kein Vergleich mehr, weil die neuen Leuchten unterschiedlich viel Leistung benötigen, um Licht zu erzeugen. Lumen bezeichnet die Lichtmenge, die ein Leuchtmittel abgibt. Grob kann man sich merken: Je mehr Lumen, desto heller ist die Leuchte.
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  • Vergleichswert. Er gibt an, welcher klassischen Glühbirne die Enregiesparleuchte entspricht. Eine 20 Watt Energiesparlampe entspricht zum Beispiel einer normalen 100-Watt-Birne.
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  • Kelvin (k). Damit wird die Lichtfarbe angegeben, die Farbtemperatur in Kelvin. Licht kann kühl, neutral oder warm sein. Grob kann man sagen: Je höher der Kelvin-Wert, desto kälter ist die Ausstrahlung des Lichts.
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  • Lebensdauer. Je nach Qualität der Lampe variiert die Lebensdauer zwischen 1.500 und 15.000 Stunden. Häufiges Ein- und Ausschalten kann die Lebensdauer jedoch verkürzen. Für Flure und Treppenhäuser sollte man daher besonders auf eine hohe Lebensdauer achten.
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  • Anlaufzeit. Gerade Energiesparlampen benötigen einige Zeit, um ihre volle Helligkeit zu erreichen. Der Wert, der auf der Packung angegeben wird, gibt an, wie lang die Lampe benötigt, um 60 Prozent ihrer Leuchtkraft zu erlangen.
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  • Hg (in mg). Hg steht für “Hydrargyrum”, das chemische Symbol für Quecksilber. Die Angabe sagt also, ob und wie viel Quecksilber in Milligramm die Lampe enthält.
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  • Schaltzyklen. Diese Angabe gibt Aufschluss darüber, wie oft eine Lampe ein- und wieder ausgeschaltet werden kann bevor sie Schaden nimmt. Gerade in Räumen wie dem Flur oder im Keller sollte man darauf achten, dass die Lampe recht unempfindlich ist.
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  • Dimmereignung. Sagt, ob sich die Leuchte fürs Dimmen eignet oder nicht.
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Neue Kennzeichnungen für Leuchten
Wer warmes Licht bevorzugt, wählt eine Energiesparlampe mit niedrigem Kelvin-Wert. Zum Beispiel von "Megaman": www.megaman.de

Die Lichtfarben

Einer der Kritikpunkte gegenüber Energiesparleuchten ist, dass ihr Licht kühl wirkt. Die Zahl der angebotenen Lichtfarben soll deshalb ständig erweitert werden. So kann man mittlerweile Energiesparlampen in den unterschiedlichsten Licht-Intensitäten kaufen.
  • Warmweiß: für Räume, in denen man es lieber gemütlich mag. Zum Beispiel das Schlaf- oder Wohnzimmer. Der Kelvin-Wert liegt bei warmweißem Licht übrigens zwischen 2700 und 4000.
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  • Extrawarmweiß: eine wärmere Lichtfarbe, als “Warmweiß”. Diese Energiesparlampen sollen für eine besonders gemütliche, warme Atmosphäre sorgen.
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  • Tageslichtweiß: eignet sich zum Einsatz in Küchen, Büros oder anderen Arbeitsräumen.
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  • Neutralweiß: helles, eher kühles Licht. Bei längerem Aufenthalt wirkt diese Nuance schnell ungemütlich. Dank des hellen Lichts ist diese Beleuchtung ideal für Flure, Abstell- oder Kellerräume. Licht mit besonders kühler Ausstrahlung hat einen hohen Kelvin-Wert über 6500.

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Wer spart am meisten Energie?

Halogenlampen sparen im Vergleich zur herkömmlichen Glühbirne bis zu 50 Prozent Energie. Ihr Licht ist recht warm und angenehm. Energiesparlampen beziehungsweise so genannte Leuchtstofflampen sparen gegenüber der Glühlampe bis zu 80 Prozent Energie ein. Damit sind diese Leuchtmittel Spitzenreiter in Sachen Energieeffizienz.
Auch wenn Energiesparlampen weniger Strom verbrauchen, haben sie auch einige Nachteile. Ihr Licht ist oft alles andere als gemütlich. Viele billig produzierte Sparlampen strahlen den Charme einer Leuchtstoffröhre aus: kaltes, steriles Licht in blauen Nuancen. Hinzu kommt, dass Sparlampen oft teurer als herkömmliche Glühbirnen sind. Und: Auch Energiesparlampen belasten die Umwelt, da sie zur Fertigung Quecksilber benötigen. Später müssen sie aufwändig als Sondermüll entsorgt werden.
Neue Kennzeichnungen für Leuchten
Energiesparlampen gibt es in verschiedenen Varianten: in klassischer Birnenform oder mit länglichen Leuchtröhren. Zum Beispiel von Osram: www.osram.de
Herkömmliche Glühbirnen sind regelrechte Stromfresser. Lediglich fünf Prozent der aufgenommenen Energie wird von ihnen in Licht umgewandelt. Die restlichen 95 Prozent werden als Wärme abgegeben. Aus diesem Grund wird die klassische Glühbirne nach und nach vom Marlt verschwinden, da sie den strenger gewordenen Energieeffizienz-Anforderungen der Europäischen Union nicht gerecht wird.
Im Letzten Jahr wurden herkömmliche Mattglasbirnen und Glühbirnen mit einer Leistung von 100 Watt und mehr aus dem Handel genommen. Jetzt wurde die 75-Watt-Birne ausgemustert, und  bis Ende 2012 wird es die klassische Glühlampe nur noch mit einer Leuchtkraft unter 10 Watt geben.
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