Umzugs 1x1 Do-it-yourself-Umzug

Zwölf Umzugstipps

Ausmisten
Jeder Umzug ist eine willkommene Gelegenheit, sich von überflüssigen Dingen zu trennen. Ob alte Zeitschriften und Schulhefte, ausrangierte Möbelstücke, dem ersten Computer oder übergroße Stofftiere vom Jahrmarkt - Eigentum belastet, und was Sie nicht wirklich brauchen, gehört auf den Müll oder auf den Flohmarkt, nicht in einen Umzugskarton. Auch Hilfsorganisationen sind für Sachspenden dankbar. Beginnen Sie beim Ausmisten am besten mit den Sachen auf dem Dachboden und im Keller, den Vorhöfen der Müllhalde. Was hier lagert, hat oft nur noch einen sentimentalen Wert.
Kartons beschaffen
Sie haben noch Uraltkisten vom letzten Umzug? Dann vergewissern Sie sich, dass die Kartons nicht beim ersten Anheben reißen oder auseinander brechen. Das bremst den Elan und gefährdet das Umzugsgut. Neue Kartons kosten zwischen zwei und drei Euro pro Stück und sind in unterschiedlichen Größen zu haben. Es gibt auch kleine - nur für Bücher.
Genug Helfer organisieren
Nervig, wenn zwei Leute eine große Dachwohnung leer räumen müssen. Die Arbeit scheint kein Ende zu nehmen, die Motivation sinkt auf den Nullpunkt. Ein Umzug mit vielen Helfern dagegen kann zur Party werden, bei der alles von allein zu gehen scheint.
Arbeitsverweigerer meiden
Beim Umzug ist Teamgeist gefragt. Besonders gefährlich für die Arbeitsmoral sind die notorischen Arbeitsverweigerer. Während die anderen schwitzen, nähern sie sich dem Thema theoretisch, geben den Besserwisser oder benehmen sich wie der Trainer einer Fußballmannschaft. Oder sie tragen eine Zimmerpflanze zum Wagen und machen sich dann über das Buffet her. Um eine Meuterei zu vermeiden, sollten Sie diese Kandidaten erst gar nicht zum Umzug einladen.
Bedenken zerstreuen
Okay, Sie ziehen vom vierten in den fünften Stock. Dafür ist der Hausflur aber auch total geräumig, die Treppen haben nur ganz wenige Stufen und außerdem helfen sowieso ganz viele Leute. Machen sich beim Umzug erste Ermüdungserscheinungen bemerkbar, sind Ihre Motivationskünste gefragt. Loben Sie die Helfer, betonen Sie, wie überraschend schnell alles geht und gehen Sie mit gutem Beispiel voran. Denn auch faule Hausherren können die Arbeitsmoral der Truppe schwächen.
Helfer verwöhnen
Wenn Sie Ihre Freunde behalten wollen, sollten Sie Ihnen den Umzug so angenehm wie möglich machen. Dazu gehört auch ein angemessener Catering-Service. Sorgen Sie für genug Wasser, Apfelsaft, Bier und Kaffee. Wer hier spart, riskiert Sitzblockaden. Pluspunkte sammeln Sie auch, wenn Sie Pizza, Suppe oder Würstchen mit Kartoffelsalat anbieten. Denn tragen macht hungrig, und so behalten Ihre Helfer den Umzug in guter Erinnerung.
Richtig packen
Einer der wichtigsten Punkte. Packen Sie so, dass zerbrechliche Sachen geschützt sind und die Kartons nicht zu schwer werden. Besonders gefährlich für die Bandscheibe sind Bücherkartons. Hier bietet es sich an, nur kleine Kisten zu nehmen oder die Bücher mit leichten Sachen zu mischen. Und verpacken Sie alles, auch den Kleinkram. Wer seinen Helfern zumutet, Hundenapf, Stofftiere, Tischlampen oder Wasserkocher einzeln zu tragen, darf sich über Proteste nicht wundern.
Kartons beschriften
Oft fehlt nach dem Umzug die Zeit, sich gleich wieder einzurichten. Um die ersten Tage schadlos zu überstehen, sollten Sie Kartons mit den wichtigsten Dingen packen: Klamotten für eine Woche, Waschzeug und Küchenutensilien, die das Überleben sichern. Und nicht vergessen, die Kartons zu beschriften. Nur so werden Sie Hab und Gut heil und ohne großes Suchen wiederfinden. Außerdem können Sie die Kartons beim Umziehen gleich in die richtigen Zimmer stellen.
Wagen mieten
Zu einem zünftigen Umzug gehört das geeignete Transportmittel. Peinlich, wenn der Hausrat in mehreren Fuhren zum neuen Wohnort transportiert werden muss. Mieten Sie deshalb einen Wagen, der groß genug ist und den Sie mit Ihrem Führerschein fahren dürfen. Bei männlichen Helfern besonders beliebt sind Laster mit Ladebühne. Faszinierend, diese Technik - und dabei noch so entspannend! Die beigelegten Packdecken schützen Ihre Möbel vor Kratzern.
Parkplätze sichern
Wer schwere Kisten schleppt, mag keine langen Wege. Sichern Sie sich deshalb rechtzeitig Parkplätze, und zwar direkt vor der alten und der neuen Wohnung. Dazu reicht ein langes Band, zwei Stühle und ein Schild. Achten Sie darauf, dass hinter Ihrem Transporter ausreichend Platz zum Ausladen ist. Sie können aber auch beim zuständigen Polizeirevier eine Sondergenehmigung beantragen - etwa zwei Wochen vor dem Umzugstermin. Sie kostet je nach Arbeitsaufwand zwischen 25 und 200 Euro und wird für eine bestimmte Stelle und Uhrzeit erteilt. Der Absperrdienst muss extra bezahlt werden. Die Kosten richten sich auch hier nach dem Aufwand. So können Sie zum Beispiel den Preis drücken, indem Sie die Halteverbotsschilder selber aufstellen.
Vorsicht vor schweren Sachen
Spätestens bei der Waschmaschine wird es problematisch; sie ist immer schwerer als gedacht - genau wie das Klavier. Und Tragegurte sehen zwar professionell aus, sind für Laien aber keine große Hilfe. Wer wirklich schwere, sperrige Möbel transportiert, seine Freunde schonen möchte oder keine hat, sollte eine Möbelspedition mit dem Umzug beauftragen. Die haftet dann auch für eventuelle Schäden.
Kette bilden
Auch eine gut organisierte Kette erleichtert den Umzug. Es ist wie beim Fußball: Lassen Sie den Ball - sprich das Umzugsgut - laufen, sparen Sie unnötige Wege. Nicht wundern, wenn Ihre Helfer einen Worksong anstimmen und das Treppenhaus zum Baumwollfeld wird: Die Arbeit bekommt eine Eigendynamik, der sich kaum jemand entziehen kann.
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